Börsengang für November geplant
Notebook-Hersteller Gericom will an den Neuen Markt

vwd LINZ. Der Linzer Notebook-Hersteller Gericom AG will noch im November 2000 an den Neuen Markt. "Ich glaube, dass wir am Neuen Markt gut aufgehoben sind", sagte Gericom-Finanzchef Gerhard Leimer am Dienstag in Wien bei einem Pressegespräch. Die endgültige Entscheidung über den Zeitpunkt soll in den nächsten beiden Wochen gemeinsam mit der Konsortialführerin HSBC Trinkaus & Burkhardt erfolgen und hänge im Wesentlichen von der Stimmung auf den Aktienmärkten ab, so Leimer.

"Der Neue Markt ist für uns richtig konzipiert", so der Gericom-Finanzchef weiter. Gericom erziele 70 % des Umsatzes in Deutschland und rechne zudem mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von 40 %. Die Wiener Börse sei hingegen schwerpunktmäßig auf Industrietitel mit geringem Wachstumspotenzial ausgelegt. "Am Neuen Markt können wir uns auch besser mit unseren Mitbewerbern messen und sind international präsent", betonte Leimer. Ein Doppellisting an der Wiener Börse sei auf Grund des damit verbundenen Mehraufwandes verworfen worden.

Nach den Worten Leimers ist ein Börsegang jetzt für Gericom notwendig. "Um das weitere Wachstum zu finanzieren, benötigen wir frisches Kapital." Gericom fühle sich stark genug, diesen Schritt zu machen. Auch sei das Unternehmen mit seinen Produkten qualitativ sehr gut positioniert. Für das laufende Geschäftsjahr 2000 plant Gericom einen Umsatz von 303,3 Mill. Euro, wobei 73 % auf den Verkauf von Notebooks entfallen. Bis zum Jahr 2003 soll der Umsatz auf 957 Mill. Euro wachsen und die EBIT-Spanne von derzeit 4,2 auf 6,0 % steigen. Auf Basis 1997 betrage das durchschnittliche jährliche Umsatzwachstum damit 38 %.

Mit dem geplanten Börsengang sollen überwiegend junge Aktien platziert werden, nur ein sehr geringer Teil soll als Vergütung des Managements auf alte Aktien entfallen, da bisher sämtliche Gewinne in das Unternehmen geflossen seien. Dafür habe sich das Management für eine lange Lock-Up-Periode entschieden. Derzeit befindet sich das Unternehmen zu 96 Prozent im Eigentum der Oberlehner Privatstiftung, die restlichen vier Prozent halten Aufsichtsrat, Vorstand und Führungskräfte. Über die Höhe des Emissionsvolumens wurden noch keine Angaben gemacht.



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