Börsengang wahrscheinlich Mitte 2001
Telefonica-Tochter will UMTS-Lizenz ohne Sonera erwerben

vwd/APA WIEN. Der in Wien ansässige Telekom - und Internetbetreiber European Telecom, 100-prozentige Tochter der Telefonica SA, Madrid, ist auf Expansionskurs. Über einen Börsegang soll Mitte 2001 Geld für neue Investitionen lukriert werden, sagte Vorstandsvorsitzender Conrado de Miranda am Dienstag bei einem Pressegespräch. Telefonica werde sich - voraussichtlich allein und nicht mit Sonera als Partner - für eine österreichische UMTS-Lizenz bewerben, bestätigte de Miranda.

European Telecom hat in diesem Jahr 1,0 Mrd ÖS in Österreich investiert, 400 Mill. davon flossen in den Aufbau eines Glasfasernetzes in Wien, wovon die ersten 44 km jetzt in Betrieb genommen wurden und in dessen Einzugsbereich 6 300 Unternehmen und 18 Hauptwählämter liegen.

Für 2001 sind weitere 500 Mill. ÖS an Investitionen geplant, berichtete Miranda. 1999 wurden 229 Mill. ATS Umsatz erwirtschaftet, im laufenden Jahr werden mehr als 300 Mill. ÖS erwartet. Spätestens bis 2003 will das Unternehmen schwarze Zahlen schreiben. Beim Gang voraussichtlich an die Wiener Börse sollen 25 % des Unternehmens auf den Markt gebracht werden, so Miranda.

Bis 2003 strebt European Telecom 25 % Marktanteil bei Internet-Dienstleistungen für Klein- und Mittelbetriebe an. Derzeit betreut das Unternehmen rund 20 000 Geschäftskunden. European Telecom wurde im November 1997 als GmbH gegründet. Telefonica (60 Millionen Kunden und 100 000 Mitarbeiter) hat gemeinsam mit Sonera in Deutschland eine UMTS-Lizenz ersteigert und sich im Rahmen von Konsortien für weitere Lizenzen in Schweden, Italien und der Schweiz beworben. Im Herbst will Telefonica seine Handy-Sparte an die Börse bringen. Das Unternehmen hat bisher 25 Millionen Mobilfunkkunden, die Hälfte davon in Lateinamerika.

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