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Börsenhändler spekulieren über "Rochartis"

rtr BASEL. Auf den Einstieg des Schweizer Pharmagiganten Novartis mit 20 Prozent beim ebenfalls in Basel beheimateten Konkurrenten Roche reagierte die Börse positiv.

Die Novartis-Aktie, die am gleichen Tag 40:1 gesplittet wurde, legte 1,12 % auf 67,85 sfr zu. Die Roche-Genussscheine erhöhten sich um knapp vier Prozent auf 138 sfr. Der Kurs lag damit immer noch deutlich unter dem, was Novartis für die Titel bezahlt hatte. Novartis zahlte für die 32 Millionen Inhaberaktien 151 sfr pro Stück.

Die Beteiligung "eröffnet verschiedene Synergiemöglichkeiten sowohl für die wegen der dürftigen Produktepipeline angeschlagene Roche als auch für Novartis," sagte ein Händler. Das gelte vor allem für die Aids-, Krebs- und Genforschung. Für die Börse galt als praktisch ausgemacht, dass am Ende eine Fusion liegen dürfte und Händler wussten mit "Rochartis" auch bereits einen Namen für den vereinigten Konzern.

Novartis erzielte im Jahr 2000 einen Umsatz von 29,1 Milliarden sfr und einen Gewinn von 6,5 Milliarden sfr. Der Konzern mit den Bereichen Pharma, Consumer Health, Generika, Augenheilmittel und Tiergesundheit beschäftigt 69.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Roche wird von den Gründerfamilien Hoffmann und Oeri-Hoffmann kontrolliert, die 50,1 Prozent der Aktienstimmen halten. Roche hat 160 Millionen Inhaberaktien ausstehen, dazu kommen noch 702,56 Millionen stimmrechtslose Genussscheine ohne Nennwert. Roche erzielte 2000 einen Umsatz von 28,7 Milliarden sfr und einen Gewinn von rund 8,7 Milliarden sfr. Im Kernbereich Pharma hat Roche derzeit Schwierigkeiten, zum Marktwachstum aufzuschliessen.

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