Börsenreform: Zustimmung von Experten
Experten weinen Neuem Markt keine Träne nach

"Die Börse musste reagieren", kommentierte Fondsmanger und Mitglied der Analystenvereinigung GAIP, Andreas Sauer, die Neusegmentierung des Aktienmarktes. Das neue Modell der Deutschen Börse war am Montag Thema einer Diskussionsveranstaltung der Deutschen Börse und der Haubrok AG.

vwd FRANKFURT. "Insgeamt eher positiv und im internationalen Vergleich richtig" beschied Sauer der Neuordnung der deutschen Börsenlandschaft.

Rainer Riess, Head of Xetra Customer der Börse, betonte die Vereinheitlichung des regulatorischen Rahmens und die bessere Kommunizierbarkeit des neuen Konzepts, nach dem der Markt zweigeteilt wird in einen Prime und einen General Standard. Der Prime Standard wird insgesamt 210 Unternehmen enthalten, eingeteilt in fünf Unterindizes, den Dax, den MDax, denn TecDax, den SDax und den Nemax 50.

Von den anwesenden Fachleuten weinte niemand dem Auslaufmodell Neuer Markt eine Träne hinterher. Zwar galt auch der neu zu schaffende TecDax nicht automatisch als Garant für wiederkehrendes Anlegervertrauen. "Der Aufbau ist ein längerfristiger Prozess", meinte etwas Bernhard Jünemann von "Börse Online". Andreas Sauer zeigte sich dagegen zuversichtlich, dass das Vertrauen zurückkehrt wenn die Unternehmen ordentlich berichten.

Weniger angetan war Matthias Born, Fondsmanger bei der Allianz Dresdner Asset Managment. "Die bisherigen Neuer-Markt-Produkte hängen im freien Raum", bemängelte der Vermögensverwalter. Unternehmen des Neuen Marktes, die keine Aufnahme im TecDax fänden, müssten zukünftig damit rechnen, schlechter mit Liquidität versorgt zu werden. "Das Geld wird sich stärker als bisher auf wenige Titel konzentrieren", so Born weiter. Zugleich sah der Fondsmanager derzeit keinen Bedarf am Markt für die Einführung neuer, auf den TecDax ausgelegter Produkte.

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