Börsenschluss
T-Aktie hievt Dax ins Plus

Der deutsche Aktienindex hat seinen Aufwärtstrend aus der Vorwoche dank freundlicher Vorgaben aus den USA auch am Montag fortgesetzt. Das Barometer für die 30 wichtigsten deutschen Standardwerte ging nach wechselhaftem Verlauf mit 7331,67 Punkten 0,12 % fester als am Freitag aus dem Handel. Dabei wurde der Dax unter anderem durch Zugewinne für die Telekom -Aktie gestützt. Am Neuen Markt stiegen die Kurse um durchschnittlich 0,7 %. Händler sagten, vom deutschen Aktienmarkt kämen derzeit kaum Impulse.

rtr/dpa FRANKFURT. In den USA notierten die Aktien im Dow-Jones-Index bei Handelsschluss in Frankfurt mit 11 099 Zählern 0,65 % im Plus. Die Technologiewerte im Nasdaq-Index legten um durchschnittlich 0,5 % zu. Im Verlauf hatten die Indizes zeitweise auch im negativen Terrain notiert, wodurch auch der Dax vorübergehend ins Minus rutschte. Auch in den USA verhielten sich die Anleger zurückhaltend. Händler machten dafür die in der kommenden Woche anstehende Entscheidung der US-Notenbank über die weitere Zinspolitik verantwortlich. Bis zu der Entscheidung am 22. August wird ein Handel in weiterhin engen Spannen erwartet.

Deutsche Telekom stiegen am Montag um 2,6 % auf 49,60 Euro. Händler führten zur Begründungen dazu den in den vergangenen Wochen stark gefallenen Kurs der T-Aktie an, der nun ein günstiges Niveau für einen Einstieg in die Telekom biete. Wenig Auswirkungen hatte den Angaben zufolge indes die Versteigerung der UMTS-Lizenzen. Am Montag lag die Summe der Gesamtgebote für die bis zu zwölf Frequenzblöcke bei rund 78 Mrd. DM. Ein Unternehmen muss zumindest zwei Blöcke ersteigern, um eine Lizenz zu erhalten.

BMW gaben 1,7 % auf 37,10 Euro nach. Händler konnten hier keine fundamentalen Gründe für den Rückgang nennen. Es wurde allerdings auf den jüngsten Anstieg der Aktie verwiesen, der jetzt zunächst zu Gewinnmitnahmen verleiten könne. In der vergangenen Woche waren die BMW-Papiere auf rund 38 Euro und damit auf annähernd den höchsten Stand seit zwei Jahren gestiegen.

Eon macht Gerichtsurteil an der Börse nicht zu schaffen

Henkel gingen nach einem Tageshoch von 68,80 Euro am Ende mit 67,60 Euro 0,3 % fester aus dem Handel. Der Konsumchemie- und Waschmittelkonzern hatte zuvor seine Halbjahreszahlen vorgelegt und dabei einen deutlich Anstieg bei Umsatz und Gewinn ausgewiesen.
Die Papiere des Chemiekonzerns Degussa-Hüls stiegen am Tag vor Bekanntgabe der Halbjahreszahlen ebenfalls um 0,3 % auf 30,68 Euro. Die Aktien der Eon kletterten 1,2 % auf 58,28 Euro, obwohl das Landgericht Berlin dem Energieversorger am Montag vorläufig untersagt hat, seine Anteile an dem Berliner Stromversorger Bewag an die Hamburgischen Electricitätswerke (HEW) zu verkaufen. Dem Gericht zufolge ist es Eon verboten, den 1997 vom Land Berlin erworbenen Anteil ohne Zustimmung des Landes zu veräußern.

Metro verloren 3,3 % auf 45,25 Euro. Händler führten dies auf die geplante Neuordnung der europäischen Aktienindizes Stoxx50 und Euro Stoxx50 zurück. Möglicherweise werde Metro aus dem Stoxx 50 heraus genommen, hieß es. Dies könne zu Aktienverkäufen von Fonds führen, die mit ihren Portfolios die Indizes nachbilden.

MDax schließt leichter

Der MDax für die mittleren Werte gab am Montag 0,4 % auf 4837,13 Punkte nach. Dabei standen unter anderem die Aktien des Pharmaherstellers Gehe im Mittelpunkt, die 4,2 % auf 40,00 Euro stiegen. Das Unternehmen hatte zuvor Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis für das erste Halbjahr bekannt gegeben. Puma legten weiter zu und notierten am Ende fünf Prozent fester mit 14,70 Euro. Der Sportartikelhersteller hatte am Freitag verbesserte Zahlen für das Halbjahr vorgelegt.

Neuer Markt leicht im Plus



Der Neue Markt ging mit leichten Gewinnen aus der ersten Börsensitzung der Woche. Der Nemax50 (Performance-Index) schloss mit einem Plus von 0,64% bei 5.698,97 Punkten. Der Nemax-All-Share (Performance-Index) stieg um 0,68% auf 5.115,61 Zähler. Die positiven Vorgaben der Wall Street vom Freitag verhalfen dem Neuen Markt zu einem freundlichen Wochenauftakt, sagte ein Händler. Die etwas schwächere Eröffnung der US-Börsen habe dann aber die frühen Gewinne des Tages wieder gekappt.

"Der Markt hat derzeit keine eigene Meinung", hieß es von Händerseite. Die Börse laufe daher einfach den US-Märkten hinterher. Zwar sei die Stimmung positiver als in den vergangenen Wochen, "aber von einem Trend kann keine Rede sein", sagte er. Die geringen Umsätze des Sommers beruhigten das Geschäft noch zusätzlich. Zudem stünden diese Woche wichtige Unternehmensergebnisse in Übersee an, deshalb sei Zurückhaltung das bestimmende Element am Markt.

Die Versteigerungen der UMTS-Mobilfunklizenzen würden zwar viel beachtet, hätten aber bislang keine Auswirkungen auf die Kurse der an der Auktion beteiligten Unternehmen gehabt, sagten Marktteilnehmer. Noch würden sich die Angebote im Rahmen der Erwartungen bewegen. Am Montagnachmittag lag die Gesamtsumme der Angebote bei 78 Milliarden DM.

Die Aktien der Mobilcom , die für eine der Lizenzen mit bietet, schloss am Dienstag bei geringen Umsätzen mit 130,90 Euro 1,6 Prozent tiefer als am Freitag.
Zu den Verlierern gehörten auch die Papiere der Basler AG. Die Aktien verloren 10,9 Prozent auf 42,45 Euro. Die Commerzbank hatte am Montag die Papiere zurück gestuft. Man mache sich unter anderem angesichts der verlangsamten Nachfrage nach CD-ROM Gedanken über die weitere Entwicklung des Unternehmens im laufenden Jahr, hieß es zur Begründung.

Steag Hamatech verloren 11,9 Prozent auf 21,95 Euro. Das Unternehmen hatte am Freitag seine Planzahlen nach unten korrigiert.
Zu den Gewinnern gehörte indes Fortunecity, die 15,5 Prozent auf 4,85 Euro stiegen. Das Unternehmen hatte zuvor über eine Partnerschaft mit dem britischen Mobilfunkunternehmen Vodafone bei WAP-Diensten berichtet.
Micrologica stiegen am Tag vor Bekanntgabe der Quartalszahlen um 9,1 Prozent auf 11,51 Euro. Ebenfalls zu den Gewinnern gehörten Consors. Die Papiere des Discount Brokers stiegen um 1,3 Prozent auf 110,75 Euro. Das Unternehmen hatte über ein weiteres Wachstum im zweiten Quartal berichtet, wobei sich das Tempo allerdings im Vergleich zum ersten Quartal verlangsamte.

Wenig verändert notierten die Kleinwerte. Der SDax stieg um 0,08 Prozent auf 3414,62 Punkte, während der Smax 0,06 Prozent auf 329,97 Zähler nachgab.

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