Börsenschwäche sowie Rückgang von Neuemissionen und Fusionen belasten: Merrill Lynch will 9 000 Stellen abbauen

Börsenschwäche sowie Rückgang von Neuemissionen und Fusionen belasten
Merrill Lynch will 9 000 Stellen abbauen

Das größte US-Brokerhaus Merrill Lynch hat im vierten Quartal 2001 zur Finanzierung des Abbaus von etwa 9000 Stellen Rückstellungen über 2,2 Milliarden Dollar gebildet. Dies teilte die Investmentbank am Mittwoch in New York mit.

rtr NEW YORK. Ohne Berücksichtigung der Rückstellungen erwarte sie im vierten Quartal einen Gewinn je Aktie von 48 Cent bis 50 Cent, hieß es weiter. Analysten hatten zuvor den Gewinn je Aktie für das vierte Quartal im Durchschnitt mit 48 Cent prognostiziert. Im vierten Quartal 2000 hatte Merrill Lynch noch einen Gewinn je Aktie von 93 Cent erwirtschaftet.

Merrill Lynch wird wie die anderen Brokerhäuser durch die Schwäche der Aktienbörsen, den Rückgang der Neuemissionen und Fusionen belastet. Das Brokerhaus hatte bereits im vergangenen Jahr 6100 Stellen gestrichen und allen Beschäftigten weltweit Abfindungsangebote in Höhe von mehr als einem Jahresgehalt angeboten. Ende des vierten Quartals hatte Merrill Lynch weltweit etwa 57 000 Menschen beschäftigt.

Durch die jüngsten Maßnahmen sollten die Kosten jährlich um 1,4 Mrd. Dollar gesenkt werden, teilte das Brokerhaus weiter mit. Von den Rückstellungen von 2,2 Mrd. Dollar im vierten Quartal hingen etwa 1,2 Mrd. Dollar mit dem geplanten Stellenabbau, etwa 500 Mill. Dollar mit der Schließung von Niederlassungen und etwa 300 Mill. Dollar mit Abschreibungen zusammen.

Allein im Japan sollen 20 der insgesamt 28 Niederlassungen geschlossen und 1200 Stellen gestrichen werden, wie der japanische Tochterkonzern von Merrill Lynch zuvor mitgeteilt hatte.

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