Börsenschwäche und erhöhte Rückstellungen
Allianz-Aktie auf Kursniveau von 1994

Die anhaltenden Kursverluste an den Aktienmärkten sowie die erhöhten Rückstellungen bei einer US-Tochter haben die Aktie des Münchener Versicherungskonzerns Allianz am Freitag stark unter Druck gesetzt.

Reuters FRANKFURT. Die Aktien fielen um knapp sieben Prozent auf 103,17 Euro, den tiefsten Stand seit 1994. Auch der europäische Index der Versicherungswerte entwickelte sich mit einem Minus von knapp vier Prozent deutlich schwächer als die anderen Indizes an den europäischen Börsenplätzen.

Vor dem Hintergrund möglicher Asbest- und Umweltrisiken hatte die Allianz zuvor bei ihrer US-Tochter Fireman's Fund zum dritten Mal seit Mitte der neunziger Jahre die Rückstellungen in dreistelliger Millionenhöhe aufgestockt. Analysten sagten, der Versicherungssektor werde zudem von den anhaltenden Kursverlusten an den weltweiten Börsen getroffen. "Die Allianz hatte vor einigen Monaten angekündigt, dass sie ihre Asbet-Rückstellungen überprüfen würde. Viele hatten sogar mit einer Milliarde Dollar gerechnet", sagte Analyst Chris Hitchings von der Commerzbank.

Der europäische Versicherungssektor hat seit Jahresbeginn fast die Hälfte seines Wertes verloren und sich damit doppelt so schlecht wie der breitere Markt entwickelt. Mit den fallenden Aktienmärkten sinkt Analysten zufolge auch der Substanzwert der Versicherer, die Aktien als stille Reserven halten.

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