Börsensegment legte seit Wochenbeginn rund 7 % zu
Kurse am Neuen Markt geben nach

Trotz der positiven Quartalsergebnisse wichtiger US-Softwarefirmen und guter Vorgaben aus New York tendierte der Neue Markt am Freitag leichter. Gewinnmitnahmen in den Werten, die in den Vortagen kräftig zulegen konnten, zögen den Markt ins Minus, sagte ein Börsianer.

Reuters FRANKFURT. Entgegen den vorbörslichen Erwartungen von Händlern hielten sich Anleger weitgehend zurück. Die Umsätze fielen sehr gering aus. "Es herrscht bereits Wochenendstimmung", sagte ein Händler. Die Marktteilnehmer seien zufrieden mit der Woche am deutschen Wachstumssegment und hielten sich nun erst einmal zurück. Seit Wochenanfang kletterten die Indizes des Neuen Markt um gut 7 %.

Der alle Werte umfassende Nemax-All-Share-Index gab am Morgen 1,41 % auf 1 777 Punkte nach, die im Nemax 50 zusammengefassten Blue Chips verloren 2,39 % auf 1 662 Zähler. Am Vortag hatten beide Indizes über 1 % zulegen können. Die US-Technologiebörse Nasdaq hatte am Donnerstag 4,94 % fester bei 2 182 Punkten geschlossen.



Die amerikanischen Software-Unternehmen Microsoft und Sun Microsystems hatten am Donnerstag nach US-Börsenschluss Quartalszahlen bekannt gegeben und jeweils die Analystenerwartungen übertroffen. Microsoft steigerte nach eigenen Angaben den Gewinn leicht auf 2,45 Mrd. $ oder 44 Cents je Aktie. Die Schätzungen der Analysten hatten zwischen 40 und 43 Cents gelegen.



Der schwedische Telekommunikationskonzern Ericsson senkte dagegen seine Prognosen für den weltweiten Absatz von Mobiltelefonen, erwirtschaftete aber im abgelaufenen Quartal einen geringeren als von Analysten erwarteten Verlust vor Steuern. Dagegen konnte der finnische Handy-Ausrüster Nokia im ersten Quartal sowohl den Umsatz als auch den Gewinn über den Analystenerwartungen steigern.



Unter Gewinnmitnahmen litten am Freitag besonders die Titel von Heyde und Pixelpark, die in den Vortagen extrem hohe Steigerungsraten aufwiesen. Die Pixelpark-Aktien verbilligten sich um rund 16 % auf 10,20 Euro. Am Vortag hatten die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt ihre Bewertung "Sell" für Pixelpark sowie das Kursziel von 5 Euro bestätigt. Heyde verlor sogar über 16 % auf 3,25 Euro.



Im Blickpunkt des Handels standen auch die Papiere von Broadvision, die über 7 % auf 6,28 Euro zulegen konnten. Bereits im nachbörslichen Handel in den USA, wo Broadvision an der Nasdaq gelistet ist, tendierten die Papiere rund 20 % fester.



Unter den kleineren Werten am Markt stieg der Kurs der Atoss Software AG um über 20 % auf 11,75 Euro. Zuvor hatte das Münchener Unternehmen bekannt gegeben, im ersten Quartal 2001 den Umsatz und das Ergebnis nach Steuern gesteigert zu haben und für das Gesamtjahr 2001 mit weiter wachsenden Geschäftszahlen zu rechnen.

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