Börsenzulassung mit falschen Zahlen erschlichen
Am Zwanzigsten ist Schluss für die Comroad-Aktie

Die Deutsche Börse hat der wegen Bilanzmanipulationen in die Schlagzeilen geratenen Comroad AG die Börsenzulassung entzogen.

Reuters FRANKFURT. Comroad habe sich bei seinem Gang 1999 an den Neuen Markt seine Zulassung mit einem falschen Jahresabschluss erschlichen, sagte ein Sprecher der Deutschen Börse am Montag. Letzter Handelstag am Geregelten Markt werde für die Comroad-Aktie der 20. September sein. Ein Comroad-Sprecher sagte, das Unternehmen prüfe eine Anfechtung der Entscheidung.

Die Bilanzen des einst im Auswahlindex Nemax50 gelisteten Unternehmens der Jahre 1998 bis 2001 hatten sich im Zuge einer Sonderprüfung als falsch herausgestellt. Die Wirtschaftsprüfer des Telematik-Dienstleisters, die heftig in die Kritik geratene KPMG, hatte im April ihren Bestätigungsvermerk für die Abschlüsse zurückgezogen. Die Staatsanwaltschaft München hat gegen den früheren Firmenchef Bodo Schnabel wegen Bilanzfälschung Anklage erhoben.

Nach Bekanntwerden der Bilanzvorwürfe war Comroad auf Betreiben der Deutschen Börse an den Geregelten Markt gewechselt. Die Aktie tendierte am Montag unverändert beim Vortagesschluss von 14 Cent.

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