Bogenschießen Olympia
Aus für Hitzler in Runde zwei

Die südkoreanische Weltrekordlerin Park Sung-Hyun war zu stark für Anja Hitzler. Nach einem 107:112 kam in der zweiten Runde das Aus für die deutsche Bogenschützin.

Bogenschützin Anja Hitzler (Welzheim) ist in der zweiten Runde des olympischen Einzelwettbewerbs gescheitert und hat als 20. die dritte deutsche Medaille der Geschichte verpasst. Die einzige deutsche Starterin scheiterte erwartungsgemäß an der südkoreanischen Olympiasiegerin und Weltrekordlerin Park Sung-Hyun mit 107:112 Ringen. Hitzler hatte in der ersten Runde zuvor mit 108: 107 gegen die Französin Sophie Dodemont gewonnen.

"Es war einfach schade, dass ich in der zweiten Runde gegen die Südkoreanerin ran musste", erklärte Hitzler: "Aber ich freue mich über meine Leistung." Die Sportsoldatin verbesserte sich im Vergleich zu ihrem ersten Olympiastart 2004 in Athen (damals 21.) um einen Rang und hielt gegen die haushohe Favoritin Park lange gut mit. Beim 29:28 lag sie nach einem Viertel des Wettkampfs sogar in Führung. "Die koreanischen Fans sind ziemlich leise geworden. Aber dann hat Anja drei Achter geschossen und Park hat die Einladung angenommen", meinte Bundestrainer Martin Frederick: "Anja hat sich gut verkauft, aber ihre Ausgangsposition war nach der Vorrunde einfach zu schlecht." Die letzte deutsche Chance hat nun Bogen-Amateur Jens Pieper (Braunschweig, im Hauptjob Diplom-Ingenieur, der am Mittwoch in Runde eins gegen den Ukrainer Alexander Serdjuk ran muss. "Das Ziel von Jens ist das Achtelfinale", meinte Frederick. Der Bundestrainer steht in der Kritik, weil sich Deutschlands Bogenschützen nicht für die olympischen Teamentscheidungen qualifiziert hatten. 1996 und 2000 hatten die deutschen Damen noch olympisches Edelmetall gewonnen.

© SID

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