Bohlens Buch
Dieter non olet

Die Buchmesse naht und uns Dieter ist zurück. "Hinter den Kulissen" brodelt es zwar gewaltig. Die Auslieferung des Buches wäre am Samstag beinahe geplatzt, weil sich mancher Promi vom Nudel- und Naddeltester Dieter Bohlen düpiert fühlt. Doch trotz Einstweiliger Verfügung wurde auch das neue Werk im Buchhandel wie verrückt verkauft.

Außer den Promis laufen auch die Buchhändler Amok: Der Buchclub der Bertelsmann AG, die gleichermaßen Bohlens Verlag Random House besitzt wie "Superstar"- Sender RTL und "Superstar"-Plattenfirma BMG, will den Bestseller sofort als billige Clubausgabe verhökern und nicht mit der üblichen Schamfrist. Den Managern ist klar: Ein Bohlen hält kein halbes Jahr. Den verkauft man jetzt oder nie.

Instant-Musik, Instant-TV, Instant-Buch, professionell verzahnt und auf allen Kanälen präsent. Keiner hat das aus der Bulettenbranche bekannte Erfolgsrezept des Fast Food so erfolgreich auf den Mediensektor übertragen wie Bertelsmann. Ein später Triumph des Berufssynergetikers und Netzwerkers Thomas Middelhoff und Glück im Unglück für Bertelsmann. Pecunia non olet. Schon gar nicht in der Krise.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
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