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Bombardier-Chef Paul Tellier raus

Der kanadische Flugzeug- und Bahnhersteller Bombardier hat sich nach eigenen Angaben von seinem Unternehmenschef Paul Tellier getrennt. Das Unternehmen steckt tief in den roten Zahlen.

dpa MONTREAL. Der kanadische Flugzeug- und Bahnhersteller Bombardier hat sich nach eigenen Angaben von seinem Unternehmenschef Paul Tellier getrennt. Das Unternehmen steckt tief in den roten Zahlen.

Die Aktien der Gesellschaft sackten am Montag weiter um 18 Prozent auf 2,10 kanadische Dollar ab. Der Verwaltungsratsvorsitzende Laurent Beaudoin wird das neu gebildete Präsidentenbüro leiten. Dem neuen Führungsgremium gehören auch Pierre Beaudoin an, der die Luft- und Raumfahrtsparte des Unternehmens leitet. Als dritter befindet sich André Navarri, der Präsident der Bombardier Transportion, in dem Führungsgremium.

Laurent Beaudoin wird die strategische Ausrichtung des Unternehmens kontrollieren, und die beiden anderen Spitzenmanager ihre jeweiligen Sparten. Bombardier ist der weltgrößte Schienenfahrzeughersteller und der führende Regional- und Geschäftsflugzeuganbieter.

Der Arbeitsvertrag von Tellier (65) lief noch ein Jahr, doch trennte sich das Unternehmen einvernehmlich von ihm. Tellier hatte die Streichung von 16 000 Stellen angekündigt und hatte die Freizeitfahrzeug-Sparte verkauft. Er war vor zwei Jahren angeheuert worden. Seither waren die Bombardier-Aktien massiv gefallen, und Bombardier hatte sich trotz massiver Sparaktionen noch nicht gefangen.

Bombardier hatte vor wenigen Tagen im Schienenfahrzeugbau weltweit weitere 2 200 Stellenstreichungen angekündigt. Damit sollen nun bis bis April 2006 rund 7 600 Arbeitsplätze in der Sparte Bombardier Transportation fortfallen, rund 21 Prozent der Gesamtbelegschaft. Allein in Deutschland werden dabei 850 Stellen zusätzlich fortfallen. Bombardier hatte im Frühjahr bereits den Abbau von 1 500 deutschen Stellen angekündigt.

Bombardier setzte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres elf (10,6) Mrd. Dollar um. Das Unternehmen wies einen Neunmonatsverlust von 141 Mill. Dollar oder neun Cent je Aktie aus gegenüber einem Gewinn von 255 Mill. Dollar oder 14 Cent je Aktie im entsprechenden Vorjahresabschnitt.

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