Bombe in Dreirad-Taxi versteckt
14 Menschen sterben bei Bombenexplosion auf Südphilippinen

Ein Bombenanschlag vor einem belebten Einkaufszentrum in der südphilippinischen Stadt General Santos hat am Sonntag mindestens 14 Menschenleben gefordert. Die heftige Detonation habe zudem mehr als 50 Passanten verletzt, teilte ein Polizeisprecher mit. Der Sprengkörper sei in einem Dreirad-Taxi vor dem Kaufhaus im Stadtzentrum versteckt gewesen. Eine knappe Stunde nach der Explosion ging auf einem Grundstück in einem Wohngebiet von General Santos eine zweite Bombe hoch, wobei allerdings niemand verletzt wurde.

dpa ZAMBOANGA. Die Behörden vermuten hinter den Anschlägen unter anderem die bislang kaum in Erscheinung getretene Guerillagruppe Bundesarmee der Eingeborenen Völker (IPFA). Die Gruppe fordert die Dreiteilung des Landes in Gebiete für Urvölker, Moslems sowie Christen und hatte sich im vergangenen Monat zu mehreren Bombendrohungen in der Hauptstadt Manila und weiteren Großstädten bekannt. Im Visier der Fahnder sind zudem Anhänger eines mutmaßlichen indonesischen Terroristen, den vergangenen Woche ein Gericht in General Santos wegen Sprengstoff-Besitzes zu mindestens zehn Jahren Gefängnis verurteilt hatte.

Einen Tag vor Beginn eines gemeinsamen Manövers der amerikanischen und philippinischen Streitkräfte trafen am Sonntag unterdessen 624 weitere US-Soldaten auf der nordphilippinischen Hauptinsel Luzon ein. An der dreiwöchigen Übung sollen insgesamt 2 700 amerikanische Soldaten teilnehmen. Am Samstag waren auf der südlichen Insel Basilan 340 US-Soldaten gelandet. Die 280 Pioniere und 60 Marineinfanteristen sollen ihre 160 Kameraden verstärken, die dort bereits seit Januar die philippinische Armee im Kampf gegen die militante Moslemgruppe Abu Sayyaf ausbilden. Das Manöver auf Luzon zielt hingegen auf die Abwehr von Angriffen anderer Staaten, wie es offiziell hieß.

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