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Bommer will mit den «Löwen» wieder nach oben

München (dpa) - Vier Tage nach dem tränenreichen Bundesliga-Abstieg können die Münchner Fußball-«Löwen» wieder lachen. Trainer Rudi Bommer als neuer Hoffnungsträger und die Nachbarschafts-Hilfe des FC Bayern haben beim TSV 1860 München eine fast euphorische Stimmung erzeugt.

München (dpa) - Vier Tage nach dem tränenreichen Bundesliga-Abstieg können die Münchner Fußball-«Löwen» wieder lachen. Trainer Rudi Bommer als neuer Hoffnungsträger und die Nachbarschafts-Hilfe des FC Bayern haben beim TSV 1860 München eine fast euphorische Stimmung erzeugt.

Alle Zweifel an einer sofortigen Rückkehr zur Erstklassigkeit scheinen bereits beseitigt. «Wir sind überzeugt, dass wir mit Bommer aufsteigen», sagte 1860-Präsident Karl Auer in München. Am «Unternehmen Wiederaufstieg» soll sich auch der Lokalrivale beteiligen. «Die Bayern sind bereit, uns zu helfen. Sie wollen, dass wir in der ersten Liga spielen», erklärte Auer.

Details über die Zusammenarbeit der Münchner Profi-Clubs sind noch nicht geklärt und bei den Planungen von 1860 für die 2. Liga ein eher zweitrangiges Thema. Was dem Traditionsclub unter den Nägeln brennt, ist die Suche nach einer schlagkräftigen Mannschaft. Gespräche mit den aktuellen Spieler und möglichen Neuzugängen werden geführt, erste Ergebnisse stehen aber noch aus. «Wir haben Optionen, müssen sortieren und analysieren, und das braucht Zeit», sagte Bommer, der mit seinem Co-Trainer Michael Dämgen als neuer Chefcoach präsentiert wurde.

Mit einem Kader von 19 bis 21 Profis plant der 46 Jahre alte Familienvater (zwei Kinder) zum Trainingsstart am 26. Juni und dem anschließenden Trainingslager (8. bis 18. Juli) in Südtirol. Stürmerstar Benjamin Lauth soll dann nicht mehr dabei sein. Nach Bayern München hat auch Bayer Leverkusen kein Interesse mehr an dem Nationalstürmer. «Lauth ist kein Thema mehr», betonte Bayer-Manager Reiner Calmund im Deutschen Sportfernsehen (DSF). Doch Lauths Abschied ist beschlossene Sache. «Er ist noch bei anderen Vereinen im Gespräch», erklärte Auer.

Der Verkauf von Lauth würde Auers Sorgen auf einen Schlag beenden, denn die Auflagen der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zwingen den Verein zu Transfererlösen von sieben Millionen Euro. Auch Mittelfeldspieler Andreas Görlitz würde viel Geld in die Kasse fließen lassen, doch der angeblich vom FC Bayern umworbene U-21-Nationalspieler soll bleiben. «Wir haben eine Option auf Vertragsverlängerung und wollen Görlitz behalten», sagte Auer, der bei den Personalplanungen eng mit Bommer zusammenarbeitet. Abgesprochen ist bereits, dass die Spieler stark leistungsbezogene Verträge erhalten. Als Ausgleich für finanzielle Einbußen winkt den «Löwen» eine Aufstiegs-Prämie.

Bommer, der einen zunächst für ein Jahr befristeten Vertrag mit Option auf einen Folgevertrag besitzt, ist vom Aufstieg überzeugt. «Aber in der zweiten Liga geht es nur über Kampf. Die Spieler müssen umdenken. Es darf in der Kabine mal gelacht werden, aber auf dem Platz ist harte Arbeit angesagt», erklärte der sechsmalige Nationalspieler, der vor vier Jahren seinen bisherigen Verein Wacker Burghausen in die 2. Liga führte. «Ich habe bewiesen, dass ich aufsteigen kann», betonte Bommer, der mit 1860 auf die große Fußball-Bühne zurückkehren will, «Ich war schon da oben und will wieder dahin», sagte der frühere Bundesliga-Profi (417 Einsätze/54 Tore), der mit Fortuna Düsseldorf (1979/1980) zwei Mal DFB-Pokalsieger wurde und bei Olympia 1988 in Seoul die Bronzemedaille gewann.

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