Reuters BONN. Im Fall einer negativen Entscheidung des Bundestages sei es eine Option gewesen, Teile der Forschungsprojekte ins Ausland zu verlagern. Der Bundestag hatte am Mittwoch beschlossen, den Import embryonaler Stammzellen unter strengen Auflagen für Forschungsvorhaben zuzulassen. Die Herstellung embryonaler Stammzellen in Deutschland bleibt aber verboten.
Mit Blick auf ethische Bedenken gegen die Stammzellenforschung sagte der Wissenschaftler: "Wir haben es uns selbst nicht leicht gemacht." Es gebe aber eine ärztliche Verpflichtung, neue Wege zu finden. Der Rektor der Universität Bonn, Klaus Borcherd, zeigte sich zuversichtlich, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft nach dem Entscheid des Bundestages ihre Zustimmung erteilen werde. Sie will am Abend in Bonn über die Förderung der Forschungsvorhaben mit den Embryozellen entscheiden. Bonn sei ein idealer Standort für das erste Forschungsprojekt mit embryonalen Stammzellen, sagte Borcherd.