"Bonn idealer Standort": Forscher wertet Bundestagsentscheid positiv

"Bonn idealer Standort"
Forscher wertet Bundestagsentscheid positiv

Als positives Signal für die Forschung hat der Bonner Stammzellforscher Oliver Brüstle die Entscheidung des Deutschen Bundestages begrüßt, den Import von embryonalen menschlichen Stammzellen für Forschungszwecke unter strengen Auflagen zuzulassen. "Nun können wir endlich in vollem Umfang unseren Beitrag zu dieser vielversprechenden Forschungsrichtung leisten", sagte Brüstle am Donnerstag in Bonn.

Reuters BONN. Im Fall einer negativen Entscheidung des Bundestages sei es eine Option gewesen, Teile der Forschungsprojekte ins Ausland zu verlagern. Der Bundestag hatte am Mittwoch beschlossen, den Import embryonaler Stammzellen unter strengen Auflagen für Forschungsvorhaben zuzulassen. Die Herstellung embryonaler Stammzellen in Deutschland bleibt aber verboten.

Mit Blick auf ethische Bedenken gegen die Stammzellenforschung sagte der Wissenschaftler: "Wir haben es uns selbst nicht leicht gemacht." Es gebe aber eine ärztliche Verpflichtung, neue Wege zu finden. Der Rektor der Universität Bonn, Klaus Borcherd, zeigte sich zuversichtlich, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft nach dem Entscheid des Bundestages ihre Zustimmung erteilen werde. Sie will am Abend in Bonn über die Förderung der Forschungsvorhaben mit den Embryozellen entscheiden. Bonn sei ein idealer Standort für das erste Forschungsprojekt mit embryonalen Stammzellen, sagte Borcherd.

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