Bonusmeilen-Affäre
Gysis Rücktritt lässt PDS um Einzug in Bundestag zittern

Nach dem Abgang Gregor Gysis aus der Politik wächst in der PDS die Sorge, nach den kommenden Wahlen nicht mehr im Bundestag vertreten zu sein.

HB DÜSSELDORF. Mehrere Landesverbände sehen den Einzug ins Parlament "akut bedroht". Die Selbstzweifel der Partei werden durch Wahlforscher gestärkt. Das Gefährdungspotenzial für die PDS sei größer geworden, meint Dieter Roth, Vorstand der Forschungsgruppe Wahlen. "Beim ersten vagen Versuch, Wirtschaftskompetenz zu demonstrieren, ist die PDS gescheitert", sagte Klaus-Peter Schöppner, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts Emnid dem Handelsblatt. Die PDS benötigt für den Verbleib im Bundestag mindestens 5 % der Stimmen oder drei Direktmandate.

Profitieren wird nach Ansicht der Wahlforscher die Union. "Die Wahrscheinlichkeit für Schwarz-Gelb steigt ganz klar, wenn die PDS nicht in den Bundestag kommt", sagt Manfred Güllner, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts Forsa.

Die Flugmeilen-Affäre, die Gysi zu seinem Rücktritt veranlasste, hat Bundeskanzler Gerhard Schröder gestern als eine gezielte Kampagne bezeichnet. "Es fällt auf, dass das von großer Einseitigkeit ist", sagte er. Die Bild-Zeitung hatte mehrfach detaillierte Flugdaten von Bundestagsabgeordneten veröffentlicht.

Quelle: Handelsblatt

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