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Bosch-Gruppenumsatz wuchs um acht Prozent

Der Gruppenumsatz der Robert Bosch GmbH, Stuttgart, ist im Jahr 2001 nach vorläufigen Zahlen um 8 % auf rund 34 Mrd. ? gestiegen. Dies beruhe überwiegend auf Neukonsolidierungen, vor allem der Bosch Rexroth AG von Mai 2001 an, teilte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Hermann Scholl, in einem Pressegespräch mit.

vwd STUTTGART. Bosch habe die weltweite Konjunkturabschwächung wesentlich stärker als erwartet gespürt. Das schwache interne Wachstum der Gruppe sei vor allem auf Umsatzeinbußen außerhalb Europas zurückzuführen. Hier habe sich der Abschwung der US-Wirtschaft ausgewirkt, in dessen Gefolge auch Lateinamerika und viele asiatische Länder im Wachstum zurückgefallen seien.

Dagegen habe der Europaumsatz, der 2001 rund 65 % des gesamten Geschäfts ausmachte, um rund 3 % zugenommen, teilte Scholl mit. Dies sei unterstützt worden durch eine noch vergleichsweise günstige Automobilkonjunktur in Europa, vor allem aber durch eine weiter starke Expansion im Dieselgeschäft. Das insgesamt schwache Wachstum der Gruppe habe auch Spuren in der Ertragsentwicklung hinterlassen. Die Umsatzrendite sei gesunken, im absoluten Ergebnis liege die Gruppe aber nicht wesentlich unter dem Vorjahresniveau. Zahlen zum Ertrag wird das Unternehmen auf seiner Bilanzpressekonferenz am 10. April vorlegen.

Für das Geschäftsjahr 2002 zeichne sich zunächst keine bessere Entwicklung ab, sagte Scholl. Zwar hätten sich die Stimmungsindikatoren, allem voran in den USA, in jüngster Zeit stabilisiert, jedoch dürfte sich eine nennenswerte konjunkturelle Erholung frühestens im zweiten Halbjahr einstellen. Auch die weltweite Automobilkonjunktur habe ihren Tiefpunkt noch nicht erreicht. Vor diesem Hintergrund rechne Bosch für 2002 insgesamt nur mit einem geringen Umsatzwachstum. Auf das Nichterreichen der längerfristigen Zielrenditen, die zur Finanzierung von Vorleistungen für weiteres Wachstum unumgänglich seien, im Jahr 2001 reagierte Bosch nach Darlegung von Scholl mit gezielten Einsparungen, so auch mit einer Kürzung der für 2001 geplanten Investitionen.

Auf die Einleitung eines generellen Personalabbaus habe das Unternehmen verzichtet, erklärte Scholl. Das Arbeitsvolumen lasse sich für eine begrenzte Zeit auch auf anderen Wegen dem verringerten Geschäft anpassen. Scholl nannte dazu die bereits eingerichteten Arbeitszeitkonten und die Reduzierung der Wochenarbeitszeit. Wo allerdings strukturelle Beschäftigungsprobleme bestünden, komme man um Personalanpassungen nicht herum, sagte Scholl.

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