Bottomline: Längere Lebenserwartung

Bottomline
Längere Lebenserwartung

Zuerst die gute Nachricht: wir alle leben länger. Nur: Wer soll das bezahlen? Mit der Zukunft der Renten und der Rentensysteme setzt sich eine neue Studie des World Economic Forum auseinander.

Die Studie beklagt zurecht, dass die Diskussionen über die staatlichen Rentensysteme sich vor allem darauf konzentriert, ob man dem System des Generationenvertrages zuneigt oder dem Ansparmodell, wo der Staat, ein Unternehmen oder der einzelne Bürger selbst ein Guthaben für die Zeit der Rente aufbaut. Beide Systeme sind nicht zukunftsfest - ganz einfach deswegen, weil die Menschen heute drei mal so alt werden wie vor zweihundert Jahren. Die längere Lebenserwartung führt zu milliardenschweren Belastungen für die Rentenkassen.

Abhilfe kann hier nur ein ganzes Bündel von Aktionen bringen. Zunächst: Die Bürger müssen länger arbeiten und damit aktiv ihren Lebensunterhalt verdienen. Dann müssen mehr Bürger in Arbeit gebracht werden - vor allem die Frauen. Aktive Rentenpolitik bedeutet auch, dass Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es beiden Eltern in einer Familie erlaubt zu arbeiten. Davon sind wir in Deutschland noch Lichtjahre entfernt. Wenn dieses Ziel erreicht ist, dann wird es ebenfalls zu einer dringend benötigten Erhöhung der Geburtenrate kommen. Heute stirbt Deutschland langsam aus, weil mehr Bürger sterben als neue geboren werden. Die daraus entstehenden Lasten für das Rentensystem sind enorm.

Vor allem aber muss der Bürger selber in die Lage versetzt werden, für das Alter vorzusorgen. Das geht nur, wenn er über einen höheren Teil seines Einkommens verfügen kann und er nicht für die Vorsorge steuerlich bestraft wird.

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