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BOV erwartet 2001 bei steigendem Umsatz positives Ergebnis

Der Internetdienstleister BOV AG will sich im laufenden Geschäftsjahr auf das organische Wachstum und die Integration der im vergangenen Jahr übernommenen Firmen konzentrieren.

Reuters FRANKFURT. Allerdings seien Zukäufe von profitablen Technologieunternehmen nicht ausgeschlossen, sagte Vorstand Peter Bienert am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Pläne, über die Landesgrenzen hinaus international aktiv zu werden, gebe es derzeit keine. Der Kernmarkt bleibe weiterhin Deutschland, sagte Bienert. Für das Geschäftsjahr 2001 rechnet BOV mit einem Gesamtumsatzanstieg zwischen 43 bis 48 Prozent bei einem nachhaltig positiven Ergebnis.

Die am Neuen Markt notierte BOV-Aktie gab bis zum Nachmittag in einem festen Gesamtmarkt bei minimalen Umsätzen um 3,75 Prozent auf 8,47 Euro nach. Bereits Ende des zweiten Quartals 2001 werde BOV wieder ein positives operatives Ergebnis ausweisen, kündigte Vorstandssprecher Stefan Wiesenberg an. Im Geschäftsjahr 2000 erhöhte BOV früheren Angaben zufolge bei einem Umsatz von 53,5 (Vorjahr: 19,5) Millionen DM ihren Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 4,4 Millionen DM von 0,42 Millionen DM im Vorjahr. Der Vorsteuerverlust (Ebt) sei auf 4,1 Millionen DM von minus 0,59 Millionen DM angestiegen, während sich der Jahresfehlbetrag auf 3,75 (minus 0,38) Millionen DM belaufen habe. Beim Börsengang im Juni rechnete BOV für das Jahr 2000 noch mit einem positiven Ebit von einer Million DM.

Wiesenberg führte die negative Ergebnisentwicklung unter anderem auf den gestiegenen Personalbestand zurück, der im Jahresdurchschnitt um 166 Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr zugenommen habe. Infolgedessen sei die Personalkostenquote 2000 auf 55 (49) Prozent gestiegen. Zudem hätten Vorsorgemaßnahmen für Risiken aus Einmaleffekten in Höhe von 1,9 Millionen DM sowie akquisitionsbedingte Abschreibungen von 3,5 (0,4) Millionen DM das Ergebnis belastet. BOV hatte im vergangenen Jahr die Glance-und die Intermoves/BFK-Gruppe übernommen.

BOV erhofft sich aufgrund der im vergangenen Jahr hinzugewonnenen Töchter und der damit verbundenen Erweiterung des Produktportfolios sowie der eingeleiteten strukturellen Veränderungen deutlich positive Impulse für das laufende Geschäftsjahr. "Wir rechnen mit einem signifikaten Anstieg des Jahresumsatzes und einer nachhaltigen Rückkehr in die Gewinnzone", sagte Wiesenberg. Angesichts liquider Mittel von 46,3 Millionen DM per Ende 2000 sei BOV "ausreichend finanziert, um weiteres Wachstum in 2001 erreichen zu könne", fügte der Vorstandschef hinzu.

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