BOV vom Kaufvertrag für die Jardix AG zurückgetreten
BOV revidiert Gesamtjahresprognose und streicht Stellen

Der Internet-Dienstleister BOV AG hat seine Gesamtjahresprognose angesichts des schwierigen Marktumfelds erneut nach unten geschraubt und Stellenstreichungen eingeleitet. "Wir tragen damit der momentanen Marktsituation Rechnung", sagte BOV-Sprecher Frank Neikes am Montag.

Reuters ESSEN. Für das Gesamtjahr 2001 rechne BOV nun mit einem Umsatz von 30,5 Mill. ? bis 31,5 Mill. ? und einem Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von minus 3,5 Mill. ? bis minus 3 Mill. ?. Bereits Ende Mai hatte die in Essen ansässige Gesellschaft ihre Prognosen für 2001 nach unten korrigiert. Damals hatte BOV aufgrund der schwächeren Nachfrage die Umsatzplanung auf 36 bis 37 Mill. ? von zuvor 39 bis 40,5 Mill. ? gesenkt und ein positives Ebitda zwischen 0,6 und 1,4 Mill. ? angepeilt.

"Wir werden bis Ende des Monats rund 10 % unserer Stellen abbauen", sagte Neikes. Zudem würden unprofitable Standorte geschlossen. Derzeit beschäftige das Unternehmen 384 Mitarbeiter. Die am Neuen Markt gelistete BOV-Aktie gab am Montag bei einem festen Gesamtmarkt um mehr als 1 % auf 3,75 ? nach.

Deutliche Umsatzsteigerung

Im ersten Halbjahr 2001 wies der Internet-Dienstleister nach Unternehmensangaben bei einer deutlichen Umsatzsteigerung einen höheren Ebitda-Verlust als im Vorjahreszeitraum aus. Der Umsatz sei im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres um 40,3 % auf 15,3 Mill. ? gestiegen, sagte Neikes. Gleichzeitig habe sich der Ebitda-Verlust im ersten Halbjahr auf 3,5 Mill. ? von minus 0,6 Mill. ? im Vorjahreszeitraum erhöht. Ohne die in diesem Betrag enthaltenen Sondereffekte betrug das Ebitda BOV zufolge in den ersten sechs Monaten minus 1,9 Mill. ?.

Aufgrund der Kostensenkungsmaßnahmen erwartet das Unternehmen nach eigenen Angaben im vierten Quartal eine nachhaltige Verbesserung der Ertragslage und ein positives Ebitda. Zum Ende des ersten Halbjahres verfüge BOV über liquide Mittel in Höhe von 22 Mill. ?, hieß es.

Wie BOV weiter mitteilte, ist das Unternehmen vom Kauf- und Übertragungsvertrag für die Jardix AG zurückgetreten. Die im Vorfeld der Akquisition gegebenen Informationen über die wertbildenden Faktoren von Jardix hätten nicht den Tatsachen entsprochen, begründete die Gesellschaft diesen Schritt. Die Einmalaufwendungen für den Rücktritt vom Vertrag belasteten das BOV-Ergebnis des zweiten Quartals mit 2,1 Mill. ?.

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