BP ist die Nummer 1 am deutschen Tankstellenmarkt
BP will unrentable Tankstellen schließen

Die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Stationen werde zunächst jedoch eingehend geprüft. Je nach Lage und Verkehr können auch mehrere Tankstellen in unmittelbarer Nähe rentabel sein, betonte BP-Sprecherin Braun.

ddp/vwd HAMBURG. Der Mineralölkonzern BP wird nach der geplanten Übernahme der Aral-Kette "unrentable Tankstellen schließen". "Wenn zwei Tankstellen direkt gegenüber liegen, wird die Station dichtgemacht, die unwirtschaftlich ist", sagte BP-Sprecherin Claudia Braun in Hamburg. Die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Stationen werde zunächst jedoch eingehend geprüft. Je nach Lage und Verkehr können auch mehrere Tankstellen in unmittelbarer Nähe rentabel sein, betonte die Sprecherin. Im Rahmen eines Tauschgeschäfts will BP die 2 562 Aral-Tankstellen übernehmen mit seinen 957 Stationen unter einem Dach vereinen. Damit würde die Gruppe mit einem Marktanteil von etwa 26 % zur Nummer 1 auf dem deutschen Tankstellenmarkt aufsteigen. Wenn die Kartellbehörden dem zustimmen, will BP seine gelb-grünen Tankstellen völlig umrüsten und den Namen Aral samt Markenfarbe Blau für alle Zapfstationen übernehmen.

Mit dem Umbau der BP-Tankstellen soll nach den Worten der Sprecherin erst im Frühjahr 2002 begonnen werden. Zunächst werde die Zustimmung der europäischen Kartellbehörden in Brüssel abgewartet. "Erst wenn BP insgesamt 100 % des ehemaligen Veba-Ölgeschäfts von Eon übernommen hat, kann weiter geplant werden", betonte Braun. Rund 1 500 BP-Mitarbeiter müssten ersten Schätzungen zufolge mit dem Verlust ihrer Arbeitsplätze rechnen. In diese Rechnung seien die Tankstellenpächter noch nicht einbezogen. Bei einem Konzern mit insgesamt 15 000 Mitarbeitern sei dies eine "gängige Größenordnung", sagte Braun.

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