Branche erwartet für 2002 weiteres Umsatzplus
Wettbewerb im Factoring verhindert Preisanstieg

Die Factoring-Branche rechnet für das laufende Jahr mit einem Umsatzanstieg um fünf bis zehn Prozent.

nw FRANKFURT/M. Zuwächse erhoffen sich die Finanzierer vor allem durch die Auswirkungen der geplanten neuen Eigenkapitalregeln für Banken (Basel II), die den Bankkredit für viele kleine und mittlere Unternehmen verteuern und damit die Finanzierungsalternative Factoring interessanter machen können, sagte der Vorstandssprecher des Deutschen Factoring-Verbandes, Hans V. Mayer, am Dienstag vor Journalisten in Frankfurt. Allerdings dämpfe das schwache Wirtschaftsumfeld das Geschäft.

Im vergangenen Jahr hätten die 16 Verbandsmitglieder, die rund 90 % des Marktes repräsentierten, ihren Umsatz um ein Viertel auf 29,37 Mrd. Euro gesteigert. Davon entfiel wie in den Vorjahren rund ein Fünftel auf das internationale Geschäft. Allerdings verdecken die Zahlen für den Gesamtverband eine unterschiedliche Branchenentwicklung: Während die Hälfte der Mitgliedsunternehmen ihren Umsatz um 10 bis 70 % steigerten, ist bei einem Drittel der Mitglieder der Umsatz im Vorjahr gesunken.

Die Ertragslage der Branche sei trotz des intensiveren Wettbewerbs insgesamt zufrieden stellend, sagte Mayer. Die steigende Nachfrage nach Factoringleistungen könnten die Anbieter aber nicht für die Verbesserung ihrer Margen nutzen. "Der schärfer werdende Wettbewerb verhindert eine Anhebung der Factoringgebühren", sagte Mayer. Voraussichtlich würden weitere ausländische Anbieter nach Deutschland kommen, da Größe und Wachstum des Marktes attraktiv seien. Im Juli 2001 hat der US-Finanzkonzern GE Capital den Factoring-Anbieter Heller Finance übernommen. In Deutschland war Heller mit einem Marktanteil von 17 % Ende 2001 die Nummer Eins. Zum 2. April 2001 war die Gefa-Gruppe durch die Deutsche Bank an die französische Großbank Société Générale S.A. verkauft worden.

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