Branche peilt Umsatzmarke von 10 Milliarden Euro an
Digitalboom lockt mehr Aussteller zur Photokina

Beflügelt vom anhaltenden Boom der Digitalfotografie werden dieses Jahr bei der Photokina in Köln mehr Aussteller vertreten sein als vor zwei Jahren. Die Fotobranche rechnet 2004 mit neuen Umsatz- und Absatzrekorden. Probleme bereiten ihr aber der rasante Preisverfall der Geräte und der schnelle Modellwechsel.

HB KÖLN. Die Fotobranche in Deutschland will in diesem Jahr durch den weiter andauernden Boom beim Verkauf von Digitalkameras die 10-Mrd. ? Umsatzgrenze erreichen. "Wir gehen von einer Wachstumsprognose für 2004 von sieben Prozent aus", sagte Rainer Schmidt, Geschäftsführer des Verbandes der Fotoindustrie, am Dienstag in Köln vor dem Start der weltweiten Leitmesse "Photokina" (28.09.- 3.10.). Der derzeitige Durchschnittspreis für einen digitalen Fotoapparat von 300 ? wird wahrscheinlich stabil bleiben.

Sorgen macht der boomenden Digitalbranche der anhaltende Preisverfall und ein rasanter Modellwechsel. 2003 habe es allein in Deutschland 1100 neue Modelle von rund hundert Herstellern gegeben, sagte Helmut Rupsch vom Photoindustrie-Verband. Alle sechs Monate sei ein Modell von einer verbesserten Version abgelöst worden, was naturgemäß den Wert der Kameras drücke.

"Die Preisentwicklung kann nicht mehr so weitergehen, da ist für die Industrie und den Handel nicht mehr viel Luft drin", sagte Schmidt. Die Nachfrage nach Digitalgeräten wird in den kommenden Jahren nach den Worten des Vize-Vorsitzenden des Fotoindustrieverbands, Helmut Rupsch, andauern. Derzeit sei bundesweit lediglich eine Sättigung des Marktes von bis zu 20 % erreicht. Ziel sei eine Verdoppelung. "Bei den Analogkameras liegt der Sättigungsgrad bei 80 %", sagt Rupsch.

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