Branche rechnet mit Erlösen von 20 bis 40 Mrd. Schilling
UMTS-Bewerber in Österreich stehen am Mittwoch fest

Die Lizenzpakete werden in der Alpenrepublik nach deutschem Vorbild versteigert.

vwd-APA WIEN. Am Mittwoch, 14.00 Uhr, läuft die Bewerbungsfrist für die österreichischen Lizenzen der dritten Mobilfunkgeneration UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) aus. Als fixe Mitbieter gelten die vier österreichischen Handynetzbetreiber Mobilkom Austria ( Telecom Italia ), max.mobil (Deutsche Telekom), One (wahrscheinlich bald British Telecom ) und tele.ring Vodafone/Mannesmann ). Mögliche internationale Bewerber sind France Telecom (über die Mobilfunktochter Orange), die spanische Telefonica und der Hongkonger Konzern Hutchison Whampoa.

Abgewinkt hat bereits die niederländische KPN: "Wir konzentrieren uns derzeit auf die anstehende UMTS-Vergabe in Frankreich und Belgien und werden uns definitiv nicht für eine österreichische UMTS-Lizenz bewerben", sagte ein KPN-Sprecher am Montag. Der in Besitz der Swisscom stehende Festnetz- und Internetanbieter UTA wird sich ebenfalls nicht bewerben. "Wir haben uns entschlossen, nicht in den UMTS-Infrastrukturbau einzusteigen", sagte UTA-Vorstandsvorsitzender Kurt Lüscher.

Auch die beiden Wiener Telekommunikationsanbieter CyberTron und MCN (Millennium Communication Network), die im Vorfeld als mögliche Kandidaten gehandelt worden waren, werden nicht auf der Bewerbungsliste stehen, sondern möglicherweise später mit einem UMTS-Lizenzinhaber kooperieren, wie es aus den beiden Unternehmen hieß. Die UMTS-Auktion soll in Ostösterreich in der Woche zwischen dem 6. und 10. November über die Bühne gehen. Im Bundesbudget sind für die UMTS-Einnahmen "nur" 4,2 Mrd öS (305 Mill. Euro) veranschlagt, die Telekom Control hat das Mindestgebot aber bereits mit 10,15 Mrd öS festgesetzt. In der Branche werden Erlöse von 20 Mrd. bis 40 Mrd öS erwartet.

In Österreich wird ein identischer Verfahrensmodus wie in Deutschland angewendet. Zwölf Frequenzpakete kommen dabei unter den Hammer. Da jeder Teilnehmer mindestens zwei und höchstens drei Frequenzpakete ersteigern muss, sind vier bis sechs Lizenzen möglich.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%