Branche sieht Aufwärtstrend beim Wachstum
Deutlich weniger CeBIT-Besucher

Die Flaute der IT-Branche hat ihre Spuren auf der CeBIT hinterlassen. Nach mehreren Rekordjahren in Folge ging die Zahl der Besucher um 150 000 auf 700 000 zurück. Vertreter der Aussteller äußerten sich zum Abschluss gestern dennoch positiv. "Die Stimmung ist besser als oft beschrieben", sagte Willi Berchtold, Vizepräsident des Branchenverbandes Bitkom. "Die Zahlen waren nicht das, was wir erwartet haben, aber die Qualität der Besucher war gut."

HB/stw HANNOVER. Ein Branchenwachstum von 4 % in diesem Jahr in Deutschland hält Berchtold für realistisch. Er sehe zwar nicht "den Ausbruch der Euphorie, aber eine solide Aufwärtsentwicklung". Diese Hoffnung stützt er auf eine Umfrage unter den CeBIT-Ausstellern und auf die positive Entwicklung in den USA.

Mit ihrer Verlängerung um einen auf acht Ausstellungstage hat die Deutsche Messe AG kein Glück gehabt. Nach dem Besucherandrang in 2001 war in diesem Jahr keine Verlängerung nötig. Berchtold sprach sich gegen eine Diskussion um diese Verlängerung aus, die unter den Ausstellern allerdings längst begonnen hat. Sie hatten einer achttägigen CeBIT wegen der höheren Kosten nur zähneknirschend zugestimmt. Für 2003 habe man sich ohnehin schon auf acht Tage festgelegt, die weiteren Entscheidungen müsse man von der Entwicklung des Marktes abhängig machen, so Berchtold. Der schwächere Andrang in diesem Jahr sei aus Sicht der Aussteller sogar positiv. Man habe sich endlich wieder um die Kunden kümmern können.

Ausgerechnet beim größten Unsicherheitsfaktor, den Besuchern aus den USA, wurde der für die CeBIT zuständige Messevorstand Ernst Raue in diesem Jahr positiv überrascht: Ihre Zahl stieg um 500 auf 9400. Insgesamt sank die Zahl der Auslandsbesucher unterproportional um 18 000 auf 150 000.

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