Branchenbericht
Chemische Industrie unter Dampf

Der Verband der Chemischen Industrie meldet eine Steigerung bei Umsatz und Produktion. Die Zahl der Beschäftigten hat sich stabilisiert.

ddp FRANKFURT. Das kräftige Wirtschaftswachstum und eine weiterhin hervorragende Auslandsnachfrage setzen die chemische Industrie immer stärker unter Dampf. Der Branchenaufschwung hat im zweiten Quartal nochmals deutlich an Fahrt gewonnen und dabei seinen Höhepunkt noch nicht erreicht, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Dienstag in Frankfurt am Main berichtete. Parallel stellt er eine Stabilisierung der Beschäftigungssituation fest.

Den weiteren Jahresverlauf sieht der VCI optimistisch. Der Aufschwung werde sich - bei allerdings teilweise etwas geringerer Dynamik - fortsetzen. Das zu erwartende nachlassende Tempo im Auslandsgeschäft, das bislang vom schwachen Euro zusätzlich beflügelt worden sei, könne vorraussichtlich durch die anziehende Konjunktur in Europa und "belebende Momente" der Steuerreform kompensiert werden.

Produktion beschleunigt
Wie der Verband weiter mitteilte, beschleunigte sich die Chemieproduktion im zweiten Quartal nochmals spürbar. Ohne Berücksichtigung der Pharmasparte lag sie um zwei Prozent höher als in den ersten drei Monaten und um 4,5 % über dem Wert des zweiten Quartals 1999. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 15 % zu. In Deutschland kletterte er auf 27 Mrd. Mark (+15,5 %). Das Auslandsgeschäft stieg auf mehr als 27 Mrd. Mark (+14,5 %). Bei unverändert hohen Ölpreisen beschleunigte sich nach Verbandsangaben auch der Preisauftrieb in der chemischen Industrie. So waren deren Erzeugnisse Ende Juni um zwei Prozent teurer als drei Monate zuvor und fünf Prozent teurer als nach dem zweiten Quartal 1999.

Im Mai fanden dem VCI zufolge rund 469 200 Männer und Frauen Arbeit in der Branche. Das seien zwar 1,4 % weniger gewesen als ein Jahr zuvor. Seit Jahresbeginn sei die Beschäftigungssituation jedoch weitgehend stabil geblieben, betonte der Verband.

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