Branchenexperten: Verkauf abwegig
Gerüchte über Dresdner-Verkauf treiben Allianz

Marktgerüchte über einen angeblichen Kaufinteressenten für ihre stark defizitäre Konzerntochter Dresdner Bank haben am Dienstag den Aktienkurs der Allianz in die Höhe getrieben.

Reuters MÜNCHEN. Branchenexperten bezeichneten einen möglichen Verkauf der Dresdner Bank nur zwei Jahre nach der Übernahme durch die Allianz indes als abwegig.

"Es ist Politik des Hauses, sich zu Gerüchten nicht zu äußern", sagte eine Allianz-Sprecherin in München. Händler hatten zuvor den auffälligen Kursanstieg der Allianz-Aktie mit Gerüchten erklärt, die Banc Of America habe Interesse an der Dresdner Bank. Die Aktie des Allfinanzkonzerns legte am Nachmittag um bis zu sieben Prozent auf gut 73 Euro zu.

"Es gibt Gerüchte über Banc of America und Allianz und das bewegt den Kurs im Moment", sagte Lorenzo Carcano, Fondsmanager bei Metzler Asset Management. Allerdings halte er einen Verkauf der Dresdner ür sehr unwahrscheinlich. Ein Händler bestätigte die umlaufenden Gerüchte am Markt, wonach die Banc of America an der Dresdner Bank interessiert sei. "Meiner Einschätzung nach macht das allerdings keinen Sinn", gab aber auch er sich skeptisch.

Der Allianz-Konzern hat den Kauf der 2001 übernommenen Dresdner Bank stets verteidigt - auch angesichts anhaltend hoher Verluste bei der Frankfurter Bank. Die Allianz hat nicht nur mit den von der Dresdner übernommenen Verlusten zu kämpfen, sondern angesichts der Börsenkrise auch mit hohen Abschreibungen auf ihre im Wert stark gesunkenen Wertpapier-Portfolios.

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