Branchenfremde Anbieter wie Framfab wollen beim M-Commerce mitmischen
Bank-Terminal für die Westentasche

Framfabpräsentiert eine neue Lösung für das Home Banking: Als Alternative zum klassischen PC oder dem Telefon erledigt der Kunde seine Bankgeschäfte mobil mit einem Webpad. Der Aktentaschenbildschirm mit Berührungsfunktion kann individuellen Benutzerbedürfnissen angepasst werden. Mehr zur mobilen Zukunft im Mobile Special

po FRANKFURT/M. Im Bereich des Mobile Banking, also der Abwicklung von Bankgeschäften von unterwegs über Handy oder Laptop, ist ein harter Wettbewerb zwischen Finanzdienstleistern und Nicht-Banken um die Vormachtstellung entbrannt. Viele Banken haben die Notwendigkeit des M-Commerce erkannt und entsprechende Projekte in die Wege geleitet. 84 % aller Kreditinstitute bieten Dienstleistungen rund um das Mobile Banking an, geht aus einer Studie der Unternehmensberatung Mummert&Partner hervor. Allerdings hält sich die Investitionsbereitschaft noch in Grenzen. Nur 9,4 % der befragten Kreditinstitute bezeichneten ihren Investitionswillen als hoch.

Die Konkurrenz vor allem aus techniklastigen Sparten wie Infrastrukturanbieter, Anwendungsentwickler und Endgerätehersteller drängt hingegen massiv in dieses Geschäftsfeld. Mehr als die Hälfte der von Mummert&Partner befragten Experten aus den M-Commerce-nahen Unternehmen gaben an, sich im Bereich des mobilen Zahlungsverkehrs engagieren zu wollen. Immerhin noch 37,5 % bekundeten ein Interesse am Einstieg in das Banking-Geschäft.

Neue Lösung für das Homebanking

Einer dieser Anbieter ist Framfab , die eine neue Lösung für das Home Banking, also das Abwickeln von Bankgeschäften von zu Hause aus, präsentieren. Couch Banking stellt eine Gesamtlösung dar, mit der Internet-Kunden zukünftig Bankgeschäfte tätigen, surfen, mailen und telefonieren können, wo immer sie wollen - nicht nur auf der Couch, betonte Framfab-Vorstand Ingo Gregus. Das Unternehmen sieht sein Angebot als Alternative zu dem klassischen PC oder dem Telefon. Kern des Angebots ist ein so genannter Webpad. Dies ist ein Aktentaschenbildschirm mit Berührungsfunktion, auf dem eine spezielle Software geladen wird, die den individuellen Benutzerbedürfnissen angepasst werden kann.

Gerät ist noch zu teuer

Derzeit kostet ein solches Gerät noch 2000 bis 2500 DM. "Das ist zu viel", sagt Gregus. Die Schmerzgrenze liege bei rund 1000 DM. Ziel sei es, die Lösung in die Gesamtbank zu integrieren. Derzeit laufen die Gespräche mit verschiedenen Banken und Versicherern. "Die Akzeptanz für unsere Lösung ist sehr groß", so der Framfab-Vorstand. Bislang seien allerdings noch keine Verträge unterschrieben. Bis Herbst hofft Gregus mit einer großen Bank als Partner an den Markt gehen zu können. Die Zahl potenzieller Interessenten, für die ein solches Angebot in Frage käme, schätzt er bei einer Großbank auf 10000.

Framfab Deutschland wurde 1995 gegründet und beschäftigt inzwischen über 300 Mitarbeiter an den Standorten Frechen, Köln, Hamburg, Nürnberg und München. Seit April 2000 gehört das Unternehmen zur international tätigen Framfab-Gruppe.

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