Branchenkreise rechnen mit spürbaren Auflagen
Kartellamts-Auflagen gefährden möglicherweise Verkauf von Adtranz an Bombardier

dpa-afx HAMBURG. Der Verkauf von Adtranz an Bombardier ist nach Informationen der "Financial Times Deutschland" wegen möglicher Auflagen der Kartellbehörde gefährdet. Wie das Blatt am Mittwoch berichtet, rechnen Branchenkreise "mit spürbaren Auflagen und mit einer intensiveren Prüfung durch die Kartellbehörden".

Anstoß für das Kartellamt könnte sein, dass die großen Kapazitäten, über die Bombardier mit Talbot in Aachen und der Deutschen Waggonbau AG in Berlin verfügt, durch den Erwerb von Adtranz erheblich erweitert werden. Nach Informationen des Blattes erzielte die Bombardier-Transportsparte im Geschäftsjahr 1999/2000 einen Umsatz von 2,7 Mrd. Euro und einen Gewinn vor Steuern von 136 Mill. Euro. Zusammen mit Adtranz werde die Transportsparte 6,3 Mrd. Euro Umsatz erzielen, dies wären rund 40 % des gesamten Konzernumsatzes.

Dennoch habe sich der Präsident der Transportsparte von Bombardier, Jean-Yves Leblanc, optimistisch zu den Zusagen der Kartellbehörden in Europa und in Nordamerika geäußert. Er gehe davon aus, dass der Stuttgarter Bahn-Hersteller frühestens im November, spätesten jedoch Ende Januar 2001 integriert werden könne. Das Blatt berichtete, der Transportchef des kanadischen Konzerns rechne nicht mit Auflagen zum Abbau vor allem bei Zügen und Waggons. Er verweise vielmehr auf die europäische Konkurrenz durch starke Anbieter wie Alston in Frankreich und die europaweit agierende Siemens Verkehrstechnik.

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