Branchenkrise
König & Bauer formuliert Prognose vorsichtiger

Der von der Zeitungskrise getroffene weltweit drittgrößte Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer hat seine Jahresprognose vorsichtiger formuliert als noch vor sechs Wochen.

Reuters MÜNCHEN. Trotz erheblicher Restrukturierungsaufwendungen werde "wahrscheinlich ein ausgeglichenes Ergebnis erreichbar sein", sagte der scheidende Vorstandschef Reinhart Siewert am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Würzburg. Mitte Mai hatte Koenig & Bauer die Prognose für 2003 ohne die Einschränkung "wahrscheinlich" formuliert. Beim Umsatz blieb das Unternehmen bei seiner Voraussage eines Rückgangs von 10 %. 2002 hatte Koenig & Bauer bei einem Umsatz von 1,354 Mrd. ? einen Überschuss von 28 Mill. ? erzielt.

Den Umsatz für das erste Halbjahr nannte der Konzern am Donnerstag mit 480 (Vorjahreszeitraum: 685,8) Mill. ?. Der starke Rückgang sei nicht zuletzt abrechnungsbedingt, sagte ein Firmensprecher ergänzend.

Auch andere Unternehmen der Branche spüren seit längerem die Krise der Zeitungsverlage und die Konjunkturschwäche. Weltmarktführer Heidelberger Druckmaschinen schrieb im Geschäftsjahr 2002/2003 (zum 31. März) erstmals in seiner 150-jährigen Firmengeschichte einen Konzernverlust. Die zweitplatzierte MAN-Druckmaschinentochter Roland verbuchte im ersten Quartal dieses Jahres einen Verlust vor Steuern von 27 Mill. ?.

Die Aktien von Koenig & Bauer fielen bis zum Mittag um 3,5 % auf 15,15 ?.

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