Branchenstudie auf Basis einer Wertschöpfungsanalyse
LRP: Filmunternehmen sind "teilweise kräftig unterbewertet"

Dem deutschen Filmsektor steht der vielfach angekündigte Bereinigungsprozess immer noch bevor. Zu diesem Schluss kommt Landesbank Rheinland-Pfalz in ihrer jüngst veröffentlichten Branchenstudie, in der sieben am Neuen Markt gelistete Filmunternehmen unter die Lupe genommen wurden.

ddp MAINZ. Die Filmindustrie sei durch zahlreiche branchenspezifische Risiken gekennzeichnet, die neben hausgemachten Problemen für die an breiter Front beobachteten Gewinnwarnungen mitverantwortlich waren, heißt es.

Auf Basis einer Wertschöpfungsanalyse zeigen sich laut Studie bei vier Unternehmen teilweise kräftige Unterbewertungen. Dennoch empfehlen die Experten der Landesbank nur die Aktien des Frankfurter Medienunternehmens In-Motion zum "Kauf". Das Unternehmen habe durch selektive, jedoch gezielte Zukäufe Strukturen für künftiges Wachstum geschaffen, lautet die Begründung.

Beim Postproduktions-Spezialisten Das Werk dagegen haben die Analysten die ausgesprochene Kaufempfehlung nach der jüngsten Gewinnwarnung vorläufig ausgesetzt. Die Schweizer Highlight Communications wurde dagegen trotz der derzeitigen fairen Bewertung als "spekulativer Kauf" eingestuft. Grund dafür seien die guten Aussichten auf den erneuten Zuschlag zur Vermarktung der Champions-League-Wettbewerbe.

Constantin und International Media überzeugten die Experten der Landesbank durch ein tragfähiges Geschäftsmodell, eine solide Finanzlage und ein erfahrenes Management. Dennoch stuften die Analysten die Titel auf "Halten" ein. "Halten" lautet auch die Empfehlung für den Filmproduzenten und-verleiher Senator. Obwohl das Papier derzeit günstig sei, überwögen die vorhandenen Zweifel über den wahren Wert der Beteiligung am Multiplexkinobetreiber Cinemaxx , heißt es zur Begründung. Eine Verkaufsempfehlung sprachen die Analysten für die Kinowelt -Aktien aus. Grund dafür sei die drohende Insolvenz.

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