Branchenverband beklagt Software-Piraterie
Raubkopien im Überfluss im Umlauf

Die Software-Piraterie in Deutschland hat nach einer Untersuchung des Branchenverbandes Business Software Alliance (BSA) im vergangenen Jahr drastisch zugenommen. Mit einem Schaden von rund 762 (2000: 649) Mill. Euro belegte Deutschland in Europa den ersten Platz bei der Software-Fälschung, teilte die BSA mit. Der Anteil illegal genutzter Software sei hier auf 34 % (28 %) Prozent gestiegen.

dpa MÜNCHEN. Auch weltweit sei die Zahl der Raubkopien im zweiten Jahr in Folge gewachsen. Sie liegt der Untersuchung zufolge jetzt bei 40 %. Der Schaden für die globale Volkswirtschaft ging jedoch auf 10,97 (12,26) Mrd. $ zurück. Die BSA beruft sich dabei auf eine Untersuchung des Marktforschungsinstituts IPR.

Der Verband, in dem sich führende Software-Hersteller für Urheberrecht und Internet-Sicherheit engagieren, sieht einen direkten Zusammenhang zwischen der Wirtschaftsschwäche in Deutschland und der Zunahme der Software-Piraterie. "Gerade in rezessiven Zeiten meinen Unternehmen, Kosten senken zu können, wenn sie illegale Software einsetzen", sagte Georg Herrnleben, Regional-Manager für Zentraleuropa des BSA.

In West-Europa habe Deutschland den ersten Rang in der Schadensbilanz in den vergangenen acht Jahren nur einmal, 1999, an Großbritannien abgegeben. Inzwischen habe Großbritannien aber den Schutz legaler Software verstärkt und so den Piraterie-Schaden eingedämmt. 2001 war die Schadenssumme mit 291 Mill. $ nicht einmal halb so hoch wie in Deutschland.

Die höchsten Quoten illegal kopierter Software registrierte der Verband in Vietnam (94 %), China (92 %) und Indonesien (88 %). In Osteuropa stieg der Anteil unlizenzierter Programme den Angaben nach um vier auf 67 %.

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