Brand stapelt tief
Handballer für „Unternehmen Gold" gerüstet

Ein knappes Vierteljahrhundert ist das letzte deutsche Olympia-Gold im Handball her, damals noch von der DDR geholt. Doch nun kann sich das Team von Heiner Brand als Europameister berechtigte Hoffnungen machen, diesen Erfolg zu wiederholen.

HB DÜSSELDORF. Die deutschen Handballer haben mit dem EM-Titel ihren "Final-Fluch" besiegt und wollen 24 Jahre nach dem Sieg der DDR-Handballer in Moskau wieder den Olymp besteigen. "Als Europameister haben wir zwangsläufig gute Aussichten, aber es gibt viele Mannschaften, die chancenreich sind", sagte Bundestrainer Heiner Brand, der in der Vorbereitung auf Athen neue Wege geht. In Köln bereitete er das Team erstmals unter wissenschaftlicher Aufsicht auf das Unternehmen Gold vor. Schweißtreibende vier Wochen mit täglich drei Trainingseinheiten verlangten Stefan alles ab.

Rechtsaußen Florian Kehrmann lassen die Torturen jedoch fast kalt, denn das heiß ersehnte Ziel ist gesetzt: "Jetzt heißt es, die Grundlagen zu legen für unseren großen Traum." Auch das Trauma von Sydney, als Kretzschmar im Viertelfinale gegen Spanien (26:27) 40 Sekunden vor Schluss mit einem Lattentreffer den möglichen Sieg vergab, ist aus den Köpfen. Nun gilt das DHB-Team als eingespielte Einheit. "Die Mannschaft besitzt Charakter. Jeder einzelne Spieler weiß, worauf es ankommt. Zudem gibt es ein ausgezeichnetes Vertrauensverhältnis zum Trainer", betont der ehemalige Magdeburger Weltklassetorhüter Wieland Schmidt.

Das Auftaktspiel bestreitet Deutschland, dessen Frauen-Nationalmannschaft erneut nicht die Qualifikation schaffte, gegen Gastgeber Griechenland. Brasilien, Ägypten, Ungarn und Frankreich sind die weiteren Vorrundengegner in der Gruppe B. Titelverteidiger Russland führt die Staffel A an.

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