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Brasilien bootet Bayern-Stars aus

Brasiliens Coach Carlos Parreira setzt für das Freundschaftsspiel gegen Deutschlad in Berlin und auch für die WM-Qualifikationsbegegnung zu Hause gegen Bolivien auf die neue „Flamme“ von Sturmstar Ronaldo: Topmodel Daniela Cicarelli.

dpa RIO DE JANEIRO. Brasiliens Coach Carlos Parreira setzt für das Freundschaftsspiel gegen Deutschlad in Berlin und auch für die WM-Qualifikationsbegegnung zu Hause gegen Bolivien auf die neue "Flamme" von Sturmstar Ronaldo: Topmodel Daniela Cicarelli.

"Ich habe Daniela gesagt, dass ich und ganz Brasilien ihr dankbar sein müssen", sagte Parreira grinsend nach dem ersten Trainingstag der "Selecao" in Rio de Janeiro. In den vergangenen Jahren hatte man Ronaldo in Brasilien nie so schlank gesehen. Des Rätsels Lösung: Die sympathische Cicarelli, die in Brasilien auch beliebte Moderatorin des Musik-Senders MTV ist, hat Ronaldo als begeisterte Freizeitläuferin zu einem gesünderen Lebensstil mit viel Joggen und weniger nächtliche Eskapaden bewogen.

In Brasilien hört man bereits das Klingen der Hochzeitsglocken. "Wir wollen heiraten, aber ich darf nicht zu viel verraten, damit Ronaldo es sich nicht doch noch anders überlegt", sagte Daniela, nachdem sie an der Seite von Ronaldos Mutter Sonia das Training der Nationalspieler verfolgt hatte.

Vor dem Spiel gegen Deutschland ist allerdings beim fünffachen Weltmeister, der im Juli mit einer "B-Elf" auch den Südamerika-Pokal gewann, nicht alles rosarot. Medien und Fans beschäftigen sich vor allem mit dem so genannten "Krieg" zwischen Nationalcoach Parreira gegen die Top-Vereine FC Bayern München und AC Mailand. Die brasilianischen Nationalspieler der beiden Clubs wurden von den beiden Spielen in Sao Paulo und Berlin ausgeschlossen, weil sie nicht für das "Friedensmatch" Brasiliens Mitte August in Haiti freigestellt worden waren.

Die deutschen Fans werden deshalb weder Lucio und Ze Roberto noch die "Mailänder" Kaka, Cafu und Dida sehen. Medien klagen, dass mit der Aktion nicht die Clubs, sondern die Spieler bestraft werden. Das ist aber wohl auch im Sinne des Erfinders. "Die Spieler hätten bei ihren Vereinen mehr Druck ausüben müssen, um in Haiti dabei zu sein", heißt es beim Fußball-Verband CBF.

"Wir haben so viele gute Spieler, dass wir die Ausgeschlossenen nicht vermissen werden", versicherte derweil Ronaldos Clubkamerad Roberto Carlos. Gemeint ist etwa Robinho vom Tabellenführer FC Santos, der daheim schon mit dem jungen Pele verglichen wird. Auch Dida-Ersatz Julio Cesar von Flamengo Rio will die Chance auf einen Stammplatz im Tor nutzen.

Die "Verbannten" werden aber nicht die einzigen Ausfälle beim Weltmeister sein. Werder Bremens Neuerwerbung Gustavo Nery wurde wegen Verletzung aus dem Kader gestrichen. Und der Einsatz des Leverkuseners Juan ist nach Ärzteangaben "mehr als fraglich". Der ebenfalls angeschlagene Superstar Ronaldinho Gaucho vom FC Barcelona werde dagegen in Berlin "auf alle Fälle" mit von der Partie sein.

Gegen Bolivien, den Tabellenletzten des südamerikanischen Qualifikationsturniers, will Parreira erstmals von Anfang an den neuen "Traumsturm" mit Ronaldo und Adriano testen. Inter Mailands Torjäger Adriano hatte Brasilien beim Südamerika-Pokal in Peru mit sieben Toren nahezu allein zum Titel geschossen und die "Torcedores" daheim mit seinem kampfbetonten Spiel in Ekstase versetzt.

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