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Brasilien und Argentinien auf WM-Kurs

Durchmarsch der „Giganten“ in Südamerika: Mit lockeren Siegen und sehenswertem Fußball haben die hohen Favoriten Brasilien und Argentinien zur Halbzeit der Südamerika-Qualifikation klaren Kurs auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland gehalten.

dpa BUENOS AIRES. Durchmarsch der "Giganten" in Südamerika: Mit lockeren Siegen und sehenswertem Fußball haben die hohen Favoriten Brasilien und Argentinien zur Halbzeit der Südamerika-Qualifikation klaren Kurs auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland gehalten.

Während Weltmeister Brasilien sich souverän 5:2 (2:0) in Venezuela durchsetzte, schlug Olympiasieger Argentinien im traditionsreichen Derby des Rio de La Plata Uruguay zu Hause mit 4:2 (3:0). "Unsere Auswahl hat ihre sehr gute Phase bestätigt, sie hatte in Venezuela keine Probleme", jubelte die brasilianische Zeitung "O Globo" in ihrer Online-Ausgabe. "Die Zuschauer gingen sehr zufrieden nach Hause", kommentierte die argentinische Zeitung "Clarin" das Debüt von Nationalcoach Jose Pekerman. Vorgänger Marcelo Bielsa war nach dem Gold von Athen wegen "fehlender Energie" zurückgetreten.

Dank des Sieges verteidigte Brasilien die Tabellenführung. Vor 35 000 Fans trafen in Maracaibo Kaka (6./35.), Ronaldo (47./50.) und Adriano (74.) für die "Selecao" sowie Ruberth Moran (79./90.) für Venezuela. Für Ronaldo endete eine Negativ-Serie von sieben Punktspielen ohne Tor. "In der Nationalelf spiele ich meistens gut, aber bei Real Madrid sieht es zur Zeit sehr schlecht aus", sagte der Stürmer, der mit neun Treffern Top-Torjäger der Ausscheidung ist.

Die mit allen Stars angetretenen Brasilianer schafften ihren höchsten Sieg im laufenden Qualifikations-Turnier. Bayern Münchens Ze Roberto war dank seiner Schnelligkeit und seiner guten Pässen einer der Besten bei den Brasilianern. Auch das Leverkusener Abwehr-Duo Roque Junior/Juan überzeugte. Coach Carlos Alberto Parreira war dennoch nicht ganz zufrieden. "Die beiden Gegentreffer hätten wir nicht kassieren dürfen", monierte er.

Erzrivale Argentinien bleibt Brasilien auf den Fersen. Vor 50 000 Besuchern im Monumental-Stadion von Buenos Aires trafen Luis Gonzalez (5.), Luciano Figueroa (31./54.) und Javier Zanetti (44.) für die Gauchos. Sie hatten keine Probleme, obwohl ihnen Leitungsträger wie der Wolfsburger Andrés d'Alessandro, Jungstar Carlos Tevez sowie Ayala, Mascherano, Crespo und Veron fehlten.

Nach neun von 18 Spieltagen führt Brasilien (19 Punkte) die Tabelle vor Argentinien (18) an. Dritter bleibt nach dem 1:1 in Kolumbien die Auswahl Paraguays (15). Chile (12) trat erst am Sonntag in Ecuador (10) an. Venezuela und Uruguay weisen je zehn Punkte auf, während das bisherige "Schlusslicht" Bolivien dank eines 1:0-Heimsiegs über Peru mit neun Punkten mit Peru und Kolumbien gleichzog. Die Südamerika- Qualifikation wird in einer Zehner-Gruppe nach dem System "Jeder gegen Jeden" mit Hin- und Rückrunde ausgetragen. Die ersten Vier qualifizieren sich direkt für die WM 2006, der Fünfte muss in Relegations-Duellen gegen ein Team aus Ozeanien antreten.

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