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Brasilien unterliegt Paraguay bei der «Copa»DPA-Datum: 2004-07-15 09:55:22

Lima (dpa) - Weltmeister Brasilien ist in die Wüste geschickt worden. Die «Selecao» verlor ihr letztes Vorrundenspiel bei der Südamerika-Meisterschaft gegen Paraguay mit 1:2 (1:1) und muss nun im Viertelfinale in Piura im kargen Norden Perus gegen Angstgegner Mexiko antreten.

Lima (dpa) - Weltmeister Brasilien ist in die Wüste geschickt worden. Die «Selecao» verlor ihr letztes Vorrundenspiel bei der Südamerika-Meisterschaft gegen Paraguay mit 1:2 (1:1) und muss nun im Viertelfinale in Piura im kargen Norden Perus gegen Angstgegner Mexiko antreten.

Vor nur 10 000 Zuschauern in Arequipa sorgten Treffer von Julio González (29. Minute) und Fredy Bareiro (71.) für die bisher größte Sensation der Copa America. Stürmer Luis Fabiano hatte in der 35. Minute den zwischenzeitlichen Ausgleich für Brasilien erzielt.

«Wir können nicht meckern. Die Niederlage war verdient», meinte der frühere Nationalspieler und heutige TV-Kommentator Casagrande. Brasilien habe zwar Feldvorteile gehabt, vor allem aber in der zweiten Halbzeit «schrecklich gespielt». Brasilien tritt bei der 41. Auflage der «Copa» zwar mit einer B-Elf ohne die Stars um Ronaldo, Ronaldinho, Kaka und Roberto Carlos an. Allerdings verlor das Team aber gegen eine Auswahl, die sich in Peru ebenfalls nicht in Bestbesetzung präsentiert. Paraguay nutzt das Turnier als Vorbereitung des U-23 Teams für die Olympischen Spiele in Athen. Einziger erfahrener Mann ist Abwehrchef Carlos Gamarra.

Die brasilianischen Europa-Legionäre wie Luisao (Benfica Lissabon), Edu (Arsenal London), Adriano (Inter Mailand) oder der zum deutschen Meister Werder Bremen wechselnde Gustavo Nery konnten kaum Akzente setzen. Wegen eines Platzverweises gegen Martinez mussten die jungen Paraguayer (Durchschnittsalter 22) die letzten 18 Minuten sogar mit nur zehn Spielern auskommen. Paraguay hatte Brasilien bereits den Weg nach Athen versperrt.

Als letztes Team schaffte unterdessen Costa Rica dank eines Tores in der letzten Minute den Einzug in die Runde der letzten Acht. Die Mittelamerikaner, die wie Mexiko nur als «Gäste» des südamerikanischen Verbandes Conmebol am Turnier teilnehmen, schlugen Chile vor 22 000 Zuschauern in Tacna mit 2:1 (0:1). Rafael Olarra hatte die Chilenen in der 39. Minute in Führung gebracht. Nach dem Ausgleich durch Mauricio Wright (59.) erzielte Andy Herrón in der dritten Minute der Nachspielzeit das Siegtor für Costa Rica.

Paraguay gewann die Vorrundengruppe C mit sieben Punkten vor Brasilien (6), Costa Rica (3) und Chile (1). Die beiden Ersten jeder Gruppe (neben Paraguay und Brasilien waren das Titelverteidiger Kolumbien und Gastgeber Peru sowie Mexiko und Argentinien) kamen ebenso weiter wie die beiden besten Dritten Uruguay und Costa Rica. Das Viertelfinale wird mit den Spielen Peru-Argentinien und Kolumbien-Costa-Rica eröffnet. Einen Tag später treffen dann Brasilien und Mexiko sowie Paraguay und Uruguay aufeinander.

Die Copa America wird seit 1916 ausgetragen und gilt als ältestes internationales Turnier der Welt. Die meisten Titel errangen mit jeweils 14 die Rio de la Plata-Nachbarn Argentinien und Uruguay. Brasilien folgt auf dem dritten Platz mit nur sechs Titeln.

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