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Brasiliens Coach im Konflikt mit FC Bayern

Brasiliens Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira ist auf Konfrontationskurs mit dem FC Bayern München gegangen. Er wird die Profis Lucio und Ze Roberto nicht für das Länderspiel am 8. September gegen Deutschland nominieren.

dpa RIO DE JANEIRO. Brasiliens Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira ist auf Konfrontationskurs mit dem FC Bayern München gegangen. Er wird die Profis Lucio und Ze Roberto nicht für das Länderspiel am 8. September gegen Deutschland nominieren.

Der Auswahl-Coach reagierte damit auf die Weigerung des deutschen Fußball-Rekordmeisters, die beiden Akteure für die so genannte "Friedens-Begegnung" in Haiti am Mittwoch freizustellen, berichteten brasilianische Medien.

Neben den Münchnern zog sich auch der italienische Erstligist AC Mailand Parreiras Unmut zu. Die Lombarden hatten sich geweigert, Kaka, Dida und Cafu für die Partie freizustellen.

"Das bedeutet Krieg", schrieb die meistgelesene Zeitung Brasiliens, "O Globo". Parreira schloss die fünf Profis auch von der WM-Qualifikationsbegegnung gegen Bolivien am 5. September aus.

"Wir bestrafen mit dieser Maßnahme nicht die Spieler", sagte Parreira. Der Verband CBF wolle nur klar Stellung beziehen. "O Globo" erklärte unter Berufung auf CBF-Quellen: "Nächstes Mal werden die betroffenen Spieler bei ihren Vereinen mehr Druck machen, um freigestellt zu werden." Der Ausschluss werde den Spielern große Sorgen bereiten, zumal sich mehrere Akteure der zweiten Garnitur beim Titelgewinn der Südamerika-Meisterschaft im Juli in Peru für Stammplätze empfohlen hätten.

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