Brauereien wollen Preiserhöhungen durchsetzen
Deutsche trinken wieder mehr Bier

Die Deutschen trinken erstmals seit 1995 wieder mehr Bier. Trotz des nicht gerade bierfreundlichen Sommers stieg der Bierabsatz in den ersten neun Monaten bundesweit um 1,0 Prozent auf knapp 83,2 Millionen Hektoliter, berichtete der Verband der mittelständischen Privatbrauereien am Dienstag in Nürnberg vor der Brau beviale 2002. Seit Mitte der 90er Jahre war der Bierkonsum um durchschnittlich 1,9 Prozent im Jahr gesunken.

HB/dpa NÜRNBERG. Die größten Absatzzuwächse verzeichneten Mecklenburg-Vorpommern (plus 14,7 Prozent) und Sachsen-Anhalt (plus 9,2 Prozent). Größere Einbrüche gab es dagegen in Hessen (minus 11,7 Prozent) und Schleswig-Holstein/Hamburg (minus 8,1 Prozent). Die Bayern steigerten ihren Bierkonsum von Januar bis September um 2,6 Prozent auf 17,4 Millionen Hektoliter. In Nordrhein-Westfalen wuchs der Bierdurst dagegen nur um 0,3 Prozent auf 22,1 Millionen Hektoliter. Großen Anteil am Zuwachs hatten Biermischgetränke, die bundesweit um 33 Prozent auf rund 2,4 Millionen Hektoliter zulegten.

Die Vereinigung der alkoholfreien Getränke-Industrie registrierte in den ersten drei Quartalen sogar ein Plus von 5,8 Prozent. Für das Gesamtjahr 2002 rechnet Verbandssprecher Andreas Stücke mit einem Anstieg des Pro-Kopf-Verbrauchs von Mineralwässern, Erfrischungsgetränken und Fruchtsäften um 2,6 Prozent auf 263,5 Liter.

Die Preise bei alkoholfreien Getränken sollen eher stabil bleiben. "Der Markt lässt kaum Spielraum für Erhöhungen", sagte Stücke. Dagegen müssen sich die Biertrinker spätestens im Frühjahr auf höhere Preise einstellen. "Bier ist noch zu billig", sagte der Präsident der Privatbrauervereinigung in Bayern, Andreas Stöttner. "Die Brauereien brauchen das Geld, um über die Runden zu kommen."

Mit 1 463 Ausstellern aus 39 Ländern gilt die Brau in Nürnberg als die wichtigste europäische Fachmesse für die Produktion, die Verpackung und die Vermarktung von Getränken. Von Mittwoch bis Freitag (13. bis 15. November) werden rund 37 000 Fachbesucher erwartet.

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