Break-Even im vierten Quartal geplant
AdLink korrigiert Umsatz- und Ergebnisprognose für 2001

Der Onlinewerbevermarkter Adlink Internet Media AG hat seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr 2001 nach unten korrigiert. Das neue Umsatzziel belaufe sich auf 35 bis 40 Mill. ? nach zuvor 60 bis 70 Mill. ?, sagte Finanzvorstand Erhard Seeger am Mittwoch in Frankfurt.

rtr FRANKFURT. Statt eines angekündigten Verlusts vor Zinsen und Steuern (Ebit) von zehn bis zwölf Mill. ? werde nunmehr mit einem Verlust von zwölf bis 15 Mill. ? gerechnet. Grund dafür sei die rückläufige Konjunktur und das schwache Marktumfeld, hieß es. Die am Neuen Markt gelistete AdLink-Aktie fiel bis zum frühen Mittwochnachmittag in einem freundlichen Gesamtmarkt um mehr als sieben Prozent auf 1,95 ?.

Im ersten Quartal 2001 hat AdLink einen Umsatz von sieben Mill. ? nach 5,6 Mill. ? im vergleichbaren Vorjahreszeitraum erzielt. Das Ebit habe sich auf minus 5,4 Mill. ? nach minus zwei Mill. ? in der Vergleichsperiode belaufen, sagte Seeger. AdLink strebe nach wie vor an, im vierten Quartal 2001 die Gewinnzone zu erreichen.

Im Geschäftsjahr 2000 hat das Unternehmen nach endgültigen Zahlen seinen Umsatz auf auf 30 Mill. ? von einem Proforma-Umsatz von 12,04 Mill. ? im Vorjahr gesteigert. Der operative Verlust habe auf 16 Mill. ? von einem Proforma-Ebit von minus 6,4 Mill. ? ausgeweitet.

AdLink-Vorstandschef Michael Kleindl sagte, das Unternehmen habe nach einer Phase raschen Wachstums nun den Schwerpunkt auf Maßnahmen zur Kostenoptimierung und Konsolidierung gesetzt. Die bereits eingeleiteten Maßnahmen wie Anpassung der Personalstrukturen an die veränderte Wachstumsdynamik, Minimierung der Werbeaufwendungen, Konzentration auf hochmargige Produktbereiche und die Konzentration auf Tochtergesellschaften, die kurz- und mittelfristig in die Profitabilität geführt werden könnten, ließen bereits kurzfristig deutliche Ergebnisverbesserungen erwarten, hieß es.

Die erste Konsolidierungsmaßnahme hat AdLink den Angaben zufolge mit mit der Schließung der finnischen Tochtergesellschaft vorgenommen, die sich aufgrund der schwachen Marktlage außerstande sehe, die Gewinnschwelle in überschaubarer Zeit zu erreichen. Noch im laufenden Jahr strebe AdLink allerdings eine Akquisition an, um die Zahl der Tochtergesellschaften wieder auf zwölf zu erhöhen, kündigte Seeger an. Der Standort Italien würde dabei besonders favorisiert. Seger zufolge verfügt AdLink über einen Kassenbestand von 75 Mill. ? zum 31. März.

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