Breitband-Anschluss Voraussetzung
N24 startet interaktives Fernsehen im Internet

Nach dem Aus des groß angekündigten "Maxdome"-Projekts der Kirch New Media, versucht sich die Kirch-Gruppe wieder im Breitband-Geschäft. N24, der hauseigene TV-Nachrichtenkanal, soll jetzt auch im Internet und dies mit interaktiven Zusatzfunktionen abgebildet werden.

no DÜSSELDORF. Für die Kirch-Gruppe birgt das Projekt "N24 Broadband" ein geringeres Risiko. Der Clou sei die Verknüpfung von N24.de mit dem Live-Fernsehbild des TV-Kanals, so N24-Chef Ulrich Ende gegenüber Handelsblatt.com. Das Neue bei N24 Broadband: Ein Webjockey, der die Ablaufpläne des TV-Nachdrichtenkanals kennt, wird den Live-Stream im Internet mit interaktiven Informationen und Hintergründen anreichern. Zusätzliche redaktionelle Inhalte würden unter das Live-Fernsehbild gesetzt, so Leschinger.

Voraussetzung für den ruckelfreien Empfang des N24-Angebots im Internet ist ein Highspeed-Internetzugang ab einer Bandbreite von knapp 800 kb/s. Diese Bandbreite bieten beispielsweise ein ADSL-Anschluss, eine Standleitung, Internet via Satellit oder Richtfunk. "Wir versuchen damit auch den ADSL-Anschluss hoffähig zu machen", sagte Leschinger.

Syncast hofft auf den Markt der digitalen Settop-Boxen

Technisch realisiert wird das interaktive Breitband-Fernsehen mittels zweier paralleler Bildströme: Einer überträgt dabei das Fernsehprogramm von N24 als Videostream live ins Internet, während der andere als so genannter "interaktiver Online-Layer" dient. Über letzteren erhält der Zuschauer zusätzliche Informationen zum laufenden Fernsehprogramm und kann etwa an Umfragen teilnehmen. Doch auch N24 will von dem Extraservice profitieren: So sollen nicht nur Informationen zu gezeigten Produkten abrufbar sein, sondern selbige auch gleich online bestellt werden können.

Kooperationspartner des ambitionierten Projekts ist das israelische Unternehmen Syncast. Das IT-Unternehmen hat ein komplettes Redaktionstool entwickelt, mit dem der Live Stream problemlos interaktiv angereichert werden könne und dies per "Drag and Drop", so Syncast-Sprecher Jan Liepold. Das neue Redaktionstool ist plattformunabhängig und könnte damit auch auf dem zukünftig wichtigen Markt der Settop-Boxen eine wichtige Rolle spielen.

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