Breite demografische Koalition
Frauen werfen Republikaner aus dem Weißen Haus

Frauen, Schwarze und Hispanics – auf diesen Wählergruppen gründet sich der Sieg Barack Obamas. Zugleich hat es John McCain nicht geschafft, seinen Vorsprung bei den weißen Wählern weit genug auszubauen, um Obama den Triumph streitig zu machen.

CHICAGO. Barack Obama hat mit der erdrückenden Mehrheit der Wahlmänner und mit 52 Prozent der abgegebenen Stimmen einen deutlichen Sieg errungen. Dahinter verbergen sich deutliche Zugewinne in fast allen Wählergruppen, darunter auch traditionell republikanische. Das ergab eine Auswertung der Wählernachbefragungen.

Bei der entscheidenden Gruppe der weißen Wähler war der Republikaner John McCain zwar mit einem Anteil von 55 Prozent stärker als der Demokrat, doch auch mit 43 Prozent der weißen Wähler schnitt Obama weitaus besser ab als John Kerry und Al Gore vor ihm. Allerdings gibt es hier ein starkes Nord-Süd-Gefälle: in den Südstaaten fiel der Afroamerikaner bei den Weißen durch.

Wie erwartet wählten die Schwarzen Obama mit 94 Prozent fast einstimmig. Überraschend hoch fiel sein Ergebnis bei den spanisch sprechenden Einwanderern aus, wo er zwei Drittel der Stimmen holte – was ihm den Sieg in Nevada sicherte. Der Demokrat profitierte vom demografischen Wandel des Landes: der Anteil der Weißen an den Wählern insgesamt ging auf 74 Prozent zurück, vor acht Jahren waren es noch 81 Prozent gewesen. Das spiegelt die wachsende Bedeutung von Schwarzen und Hispanics wieder.

Ob und in welcher Richtung sich Obamas eigene Hautfarbe auf die Entscheidung der Wähler auswirkt war kontrovers diskutiert worden – aber offenbar hielt sich der Einfluss in Grenzen. Rund 20 Prozent der Befragten (sowohl Demokraten wie Republikaner) nannten die Hautfarbe als einen Faktor für ihre Entscheidung, doch fast niemand erachtete diesen Aspekt als wichtigsten Punkt. Alter hingegen spielte eine Rolle: vier von zehn Wählern zeigten sich über McCains Alter besorgt – und die meisten von diesen wählten Obama.

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