Breites Anlagespektrum
Themen-Zertifikate: Optimale Depotbeimischung

Wenn Wall Street niest, kriegt Europa den "Schnupfen", lautet eine alte Börsianer-Weisheit, die auf einen wichtigen Zusammenhang hinweist: Die Aktienmärkte der etablierten Industrieländer zeigen häufig eine ähnliche Entwicklung, meist folgen sie dabei der aus New York vorgegebenen Tendenz.

Zeigt dieser Trend nach unten, nutzt es wenig, wenn Sie Ihr Kapital nur auf die großen, marktbreiten Kursbarometer wie den Dax, den Euro Stoxx 50 oder den S&P 500 gestreut haben. Zusätzlich zu diesen Basisinvestments macht deshalb die Beimischung spezieller Anlagethemen Sinn. Diese bieten oft die Aussicht auf eine Sonderkonjunktur, so dass man zwischenzeitliche Verluste anderer Depot-Positionen kompensieren und die Portfolio-Entwicklung insgesamt stabiler bzw. ertragreicher gestalten kann.

Kurzfristige Branchenrotation

Eine Möglichkeit für solche Beimischungen sind branchenspezifische Investments wie z. B. Zertifikate auf die Sektor-Indizes der Euro Stoxx-Familie. Mit diesen Produkten können Sie z.B. auf europäische Automobil-, Chemie-, Finanz-, Technologie oder Telekom-Werte setzen. Interessant sind diese Papiere vor allem für aktive Anleger, die das Phänomen der "Branchenrotation" aktiv nutzen wollen. Denn je nach Konjunkturphase laufen manchmal die zyklischen Branchen deutlich besser als der Markt, während einige Monate später vielleicht defensive Titel in der Gunst der Börsianer oben stehen. Auch "Turnaround"-Spekulationen auf besonders stark gefallene Sektoren lassen sich so effizient umsetzen.

? oder langfristige Megatrends

Eher passive Investoren werden dagegen nachhaltige "Megatrends" bevorzugen. Sektoren wie Biotechnologie oder Internet bergen auf lange Sicht ein erhebliches Wachstumspotenzial, an dem man mit Zertifikaten auf entsprechende Indizes oder regelmäßig überprüfte Aktienkörbe (Baskets) voll partizipiert. Ein anderes Anlagethema mit Zukunft sind die "Emerging Markets": Die Börsen der aufstrebenden Volkswirtschaften in Osteuropa und China konnten sich in der Vergangenheit oftmals von der Entwicklung der etablierten Märkte abkoppeln, weshalb sich Schwellenländer-Zertifikate als ideale Depotbeimischung eignen können.

Rohstoff-Investments ohne Nachteile des physischen Erwerbs

Das Universum der Themen-Zertifikate ist jedoch noch weitaus größer. Denn Zertifikate müssen sich nicht zwangsläufig auf Aktien bzw. einzelne Aktienindizes beziehen, sondern können letztendlich jedes Wirtschaftsgut abbilden, für dass sich fortlaufend ein objektiver Preis feststellen lässt. Wie zum Beispiel Rohstoffe: Ein Gold-Zertifikat ist in der Regel etwa stets genauso viel wert wie eine Zehntel Unze Gold umgerechnet in Euro und ermöglicht Ihnen somit ein Edelmetall-Investment ohne die mit dem physischen Erwerb über Münzen oder Barren verbundenen Nachteile (physische Verwahrung, Aufgeld).

Alternative Investments: Die "Absolute Return"-Strategie

Auch zu einem anderen Anlagesegment, das lange Zeit nur institutionellen Investoren vorbehalten war, erhalten Privatanleger durch Zertifikate Zugang: Hedgefonds. Im Gegensatz zu klassischen Fonds, die in der Regel nur besser abschneiden wollen als ihr Vergleichsindex, verfolgen Hedgefonds einen so genannten "Absolute Return"-Ansatz. Ziel sind Gewinne unabhängig von der aktuellen Tendenz der Märkte, verbunden mit einer deutlich stetigeren Kursentwicklung (geringere Volatilität). Hedgefond-Zertifikate bilden z.B. die Entwicklung eines fortlaufend gemanagten Portfolio mit bis zu 50 verschiedenen Fonds ab, so dass Sie bei optimaler Risikokontrolle in allen vielversprechenden "Alternative Investment"-Strategien engagiert sind. Aber auch auf unabhängige Hedgefonds-Indizes gibt es Zertifikate.

Dieser Textbeitrag wurde von der Redaktion des ZertifikateJournals in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank erstellt.

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