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Bremen erhält 134 Millionen Euro für Stahlwerke-Anteile

Das Land Bremen bekommt für den Verkauf seiner Stahlwerke-Anteile von 30,33 Prozent an den Mehrheitsgesellschafter Arcelor 134 Mill. Euro. Bürgermeister Henning Scherf (SPD) sprach am Mittwoch von einem "vorzeigbaren Preis".

dpa-afx BREMEN. Das Land Bremen bekommt für den Verkauf seiner Stahlwerke-Anteile von 30,33 Prozent an den Mehrheitsgesellschafter Arcelor 134 Mill. Euro. Bürgermeister Henning Scherf (SPD) sprach am Mittwoch von einem "vorzeigbaren Preis". Aus der Kaufsumme werde Bremen 20 Mill. Euro zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen reservieren. Arcelor werde zudem 200 Mill. Euro zur Stärkung des Eigenkapitals der Bremer Hütte mit 3 100 Beschäftigten investieren. Der Vertrag soll am Donnerstag unterzeichnet werden.

Bremen hatte sich 1993 bei einer Interessentenlösung an der Rettung der von der Schließung bedrohten Hütte beteiligt und deren Übergang von den Klöcknerwerken zum Stahlkonzern Sidmar mitgestaltet. Die unternehmerische Führung ging später an den weltgrößten Stahlkonzern Arcelor über. Die Stahlwerke Bremen haben im Jahr 2003 etwa 3,5 Mill. Tonnen Stahl produziert.

"Die Riesensanierung hat sich gelohnt," sagte Scherf. Nach den Worten von Wirtschaftssenator Peter Gloystein (CDU) wird mit den Investitionen der Stahlstandort Bremen im internationalen und konzerninternen Wettbewerb von Arcelor gestärkt: "Es passiert nicht immer, dass sich der öffentliche Anteilseigner aus einer Rettungsaktion zurück ziehen kann."

Die SPD-Fraktion unterstützte in einer Stellungnahme Forderungen des Betriebsrates der Stahlwerke nach einer Beschäftigungssicherung. Arcelor müsse eine Arbeitsplatzgarantie bis zum Jahr 2015 geben. Bremen dürfe zudem das Geld aus dem Verkauf nicht zum Stopfen von Haushaltslöchern verwenden, sondern zweckgebunden zur Sicherung von Arbeitsplätzen einsetzen.

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