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Bremen fertigt Rostock 4:0 ab

Der deutsche Meister und Pokalsieger Werder Bremen hat mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel einen Saisonauftakt nach Maß erwischt und Hansa Rostock die Heimpremiere in der 42. Fußball- Bundesligasaison verdorben.

dpa ROSTOCK. Der deutsche Meister und Pokalsieger Werder Bremen hat mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel einen Saisonauftakt nach Maß erwischt und Hansa Rostock die Heimpremiere in der 42. Fußball- Bundesligasaison verdorben.

Ivan Klasnic mit einem Doppelpack (54., 64.), Johan Micoud (58.) und Petri Pasanen (89.) beendeten mit dem 4:0 (0:0) vor 23 000 Zuschauern die Durststrecke der Werderaner, die im Ostseestadion zuletzt am 3. November 2001 einen dreifachen Punktgewinn feiern konnten. Die erneut vor allem im Angriff enttäuschenden Gastgeber, die Bremen in der vergangenen Saison am letzten Spieltag noch mit 3:1 geschlagen hatten, müssen dagegen weiterhin auf ihren ersten Sieg warten.

Der zum Trainer des Jahres gekürte Thomas Schaaf, der mit seiner Mannschaft zumindestens für 24 Stunden die Tabellenführung eroberte, war trotz des klaren Ergebnisses mit dem Auftritt seiner Mannen nicht restlos zufrieden: "In der ersten Halbzeit haben wir Hansa aufgebaut, aber zum Glück blieben die Chancen ungenutzt. Ich bin sehr froh, dass wir das Spiel gedreht haben." Für Hansas Coach Juri Schlünz war schnell klar, warum sein Team den Kürzeren zog: "Wir sind individuell schwächer besetzt als Bremen. 0:4 zu Hause zu verlieren, schmerzt sehr."

Beide Trainer vertrauten nahezu der gleichen Anfangself wie beim Saisonauftakt. Einzig Schaaf veränderte seine Mannschaft vom 1:0 gegen Schalke 04 auf einer Position und ließ in der Viererkette Ludovic Magnin für Paul Stalteri auflaufen. Bremens neu formierte Abwehr offenbarte anfangs jedoch große Abstimmungsschwierigkeiten. Valerien Ismael und Neu-Nationalspieler Frank Fahrenhorst leisteten sich Unsicherheiten, die die Gastgeber aber nicht nutzen konnten. Auch in der Offensive kam Werder in der ersten Halbzeit gegen die gut gestaffelte Hansa-Abwehr nur schwer ins Spiel.

Miroslav Klose, der im Sturm den Vorzug vor dem griechischen EM- Helden Angelos Charisteas und Nelson Valdez erhalten hatte, blieb neben Klasnic blass. In der 19. Minute wurde der mit fünf Mill. ? teuerste Einkauf der Bremer Vereinsgeschichte jedoch elfmeterreif gefoult. Schiedsrichter Knut Kircher verweigert aber ebenso den Pfiff, wie nach einer Attacke gegen Rade Prica (37.) auf der Gegenseite.

Die Rostocker erspielten sich nur wenige Chancen. Magnus Arvidsson (10.) verfehlte das Bremer Tor knapp. Auch der schwedische Nationalspieler Prica (12.) und erneut Arvidsson (28.) scheiterten am gut aufgelegten Torhüter Thomas Reinke.

Zehn starke Minuten reichten dem deutschen Meister, um das Kräfteverhältnis klar zu stellen. Klasnic nutzte einen Fehler von Uwe Möhrle und schob abgebrüht an Hansa-Keeper Schober ein. Nachdem René Rydlewicz leichtfertig im Mittelfeld den Ball vertändelt hatte, schlug Micoud eiskalt zu und sorgte für die Vorentscheidung. Klasnic mit einem indirekten Freistoß und Pasanen stellten den Endstand her.

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