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Bremen siegt 4:1 in Bochum: Klose schafft Hattrick

Dank des dreifachen Torschützen Miroslav Klose bleibt der VfL Bochum der Lieblingsgegner von Werder Bremen. Der Deutsche Meister und Pokalsieger gewann beim Revierclub mit 4:1 (0:0) und etablierte sich am 6. Spieltag in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga.

dpa BOCHUM. Dank des dreifachen Torschützen Miroslav Klose bleibt der VfL Bochum der Lieblingsgegner von Werder Bremen. Der Deutsche Meister und Pokalsieger gewann beim Revierclub mit 4:1 (0:0) und etablierte sich am 6. Spieltag in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga.

Vor 25 110 Zuschauern im Bochumer Ruhrstadion kam Bremen allerdings erst in der zweiten Spielhälfte auf Touren. Zunächst brachte Tim Borowski (54.) die Bremer mit 1:0 in Front. Nach dem Ausgleich von Aleksander Knavs stellte der eingewechselte Miroslav Klose mit einem Hattrick (70./88./89.) den am Ende hochverdienten Sieg sicher. Während der VfL weiter auf den ersten Heimsieg der Saison wartet, unterstrichen die Norddeutschen mit dem vierten Sieg ihre Titelambitionen.

Dem "Held des Tages" fiel ein Stein vom Herzen: "Tore sind für einen Stürmer immer gut. Das gibt mir viel Selbstvertrauen", sagte Klose im "Premiere"-Interview. Sein Trainer Thomas Schaaf hofft auf eine ähnlich starke Leistung in der Champions League gegen den FC Valencia. VfL-Trainer Peter Neururer war sehr enttäuscht, glaubt aber nicht, dass die Niederlage sein Team umwirft: "Wir sind gestolpert, aber nicht hingefallen. Heute haben wir gegen eine Mannschaft verloren, die einfach besser war."

Neururer vertraute der erwarteten Elf. Für die Verletzten Mamadou Diabang und Peter Madsen besetzten Tommy Bechmann und Christoph Preuß die offensiven Außenpositionen. Werder-Coach Schaaf musste kurzfristig auch Frank Baumann und Pekka Lagerblom ersetzen. Dafür rückten Borowski und Ludovic Magnin in die Startelf. Die erste Viertelstunde gehörte dem Gastgeber, der mutig nach vorn spielte. Eine Ecke von Bechmann, der zuletzt zwei Mal gegen Freiburg im Pokal und in der Liga erfolgreich gewesen war, konnte Werder-Schlussmann Andreas Reinke mit einer Hand über die Latte lenken (6.). Kurz darauf setzte der Däne einen Distanzschuss knapp neben das Tor.

Der Meister aus Norddeutschland, der bis dato eine hervorragende Bilanz in Bochum aufwies (13 Siege), begann sehr zögerlich und hatte bis zur Pause eigentlich nur eine halbe Tormöglichkeit. Borowski verpasste das Tor aus gut 18 Metern um einiges. Torjäger Nelson Valdez brachte nicht viel zu Stande und fiel vor allem durch eine Rangelei mit Bochums Schlussmann Rijn van Duijnhoven und Marcel Maltritz auf. Schiedsrichter Hermann Albrecht ließ es jedoch bei einer Gelben Karte und einer strengen Ermahnung bewenden.

Nach der Pause brachte Schaaf Klose für den gelb-rot-gefährdeten Valdez und bewies damit ein glückliches Händchen. Denn der deutsche Nationalstürmer war es, der die überraschende und zu diesem Zeitpunkt unverdiente Führung der Bremer einleitete. Kloses Pass verwertete Borowski zum 1:0. Zuvor hatte Thomas Zdebel den Ball vor dem eigenen Strafraum vertändelt. Danach trat der bis dahin enttäuschende Meister souveräner auf, ohne sich jedoch gute Torchancen herauszuspielen. Bochum bemühte sich zwar, hatte aber Pech, dass der bis dahin beste Akteur, Dariusz Wosz, nach einem Zusammenprall mit Pasanen mit einer Kopfverletzung vom Platz musste. Auch Pasanen konnte nicht weiterspielen.

In der Drangphase der Bremer gelang Bochum zunächst der Ausgleich durch einen Kopfball von Knavs (68.). Doch nur zwei Minuten später stellte Klose den alten Abstand wieder her und machte in der Schlussphase, als Bochum Auflösungserscheinungen zeigte, mit seinen Saisontreffern vier und fünf alles klar.

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