Bremen soll tragende Rolle spielen
Interbrew-Chef will Beck´s zum Flaggschiff des Konzerns machen

Der belgische Bierriese Interbrew will die Marke Beck´s zum Flaggschiff des Konzerns machen. "Beck´s ist eine weltweite Premium-Marke mit positivem Image und gutem Ruf", sagte Interbrew-Chef Hugo Powell am Mittwoch in Bremen. Anfang der Woche war der Verkauf der Bremer Traditionsbrauerei Beck & Co an Interbrew besiegelt worden. Powell und Beck-Geschäftsführer Dieter Ammer rechnen mit mehreren Monaten Dauer der kartellrechtlichen Prüfung. Bis zum 1. Quartal 2002 sollten alle offenen Fragen geklärt werden.

dpa BREMEN. Interbrew und Beck hatten sich am Montag auf den Kaufpreis von 3,5 Milliarden DM (1,79 Mrd Euro) geeinigt. Interbrew als weltweite Nummer zwei auf dem Biermarkt präsentiert sich damit kurz nach der Übernahme der Düsseldorfer Altbierbrauerei Diebels als feste Größe auf dem deutschen Biermarkt.

Auch die Beck-Gesellschafter müssen im September grünes Licht für den Verkauf geben. "Die Zustimmung ist mehr als wahrscheinlich", sagte Ammer. Die Gesellschafter hätten sich vor Beginn der Verhandlungen mit Interbrew zu 100 Prozent für den Verkauf entschlossen. Zuvor seien Pläne für eine Umwandlung in eine Aktiengesellschaft gescheitert. Mit Blick auf die strategische Ausrichtung auf den Auslandsmärkten sei ein deutscher Käufer nicht in Frage gekommen.

Powell begründete den hohen Kaufpreis für Beck mit der Konzentration auf ein Angebot internationaler Premium- und Spezialbiermarken. Basis sollten lokale Marken und Märkte bleiben. Mit Blick auf den größten Biermarkt in den USA sei jedoch eine Weltmarke wie Beck´s notwendig. "Diese Gelegenheit kommt in fünf Jahren nicht wieder."

Der Interbrew-Chef sicherte Beck eine tragende Rolle in Bremen zu: "Beck´s ist das Flaggschiff von Bremen. Wir haben nicht 3,5 Milliarden DM investiert, um die Möbel in Bremen umzurücken", sagte Powell.

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