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Bremen zaubert trotz Personalnot gegen Nürnberg: 4:1

Trotz vieler Ausfälle und der hohen Belastung durch die Champions League hat Werder Bremen das Siegen in der Fußball- Bundesliga nicht verlernt. Der Meister setzte sich nach zwei Punktspiel-Niederlagen nacheinander gegen den 1. FC Nürnberg mit 4:1 (2:0) durch.

dpa BREMEN. Trotz vieler Ausfälle und der hohen Belastung durch die Champions League hat Werder Bremen das Siegen in der Fußball- Bundesliga nicht verlernt. Der Meister setzte sich nach zwei Punktspiel-Niederlagen nacheinander gegen den 1. FC Nürnberg mit 4:1 (2:0) durch.

Die Tore für Werder schossen vor 38 800 Zuschauern im Weserstadion Ivan Klasnic (13. Minute), Johan Micoud (18.), Christian Schulz (75.) und Fabian Ernst (88.). Für die Nürnberger hatte Marek Mintal (64.) mit einem verwandelten Foulelfmeter den Anschlusstreffer erzielt.

Beim Titelverteidiger hatte sich die Personalsituation kurzfristig weiter verschärft, weil Petri Pasanen wegen einer Familienangelegheit nach Finnland reisen musste. Doch Bremen ließ sich nicht schocken, spielte stark auf, bestimmte von Beginn an das Geschehen und zeigte dabei viele herrliche Kombinationen. Die Nürnberger sahen vor allem in der ersten Halbzeit staunend zu, wie der vermeintlich angeschlagene Meister mit dem wie am Mittwoch in Anderlecht exzellenten Regisseur Micoud zauberte.

"Nach dem schweren Spiel am Mittwoch wollten wir schnell ins Spiel reinkommen, und das ist uns gelungen", lobte Werder-Trainer Thomas Schaaf. "Wir haben gut gespielt und gut kombiniert", konnte er trotz der Probleme feststellen. Insgesamt fehlten ihm sieben Profis, und die später eingewechselten Ümit Davala und Daniel Jensen kamen nach ihren langen Verletzungspausen zu ihren ersten Saisoneinsätzen. So kam der 19-jährige Francis Banecki zu seinem Bundesligadebüt. Der Amateur zeigte als Sonderbewacher von Nürnbergs Mintal eine ordentliche Leistung.

Personell nicht viel besser ging es dem 1. FC Nürnberg, der darunter allerdings deutlich mehr litt. Gäste-Coach Wolf musste fast seinen kompletten Abwehrriegel ersetzen, weil die Verteidiger Tomasz Hajto (Gelb-Sperre), Marek Nikl (Magenerkrankung), Andreas Wolf (Oberschenkelproblem) und Bartosz Bosacki (Beckenprellung) ausfielen. Die zusammengewürfelte Verteidigung wirkte gegen die Bremer meist überfordert. Chance um Chance erspielten sich die Gastgeber gegen die wackelige "Club"-Defensive. "Ehe wir ins Spiel gefunden haben, war die erste Halbzeit schon vorbei", klagte Coach Wolfgang Wolf. "Es gab einfach kein vernünftiges Zweikampfverhalten."

Kurz nachdem Miroslav Klose und Klasnic nach 12. Minuten die Führung vergeben hatten, gelang der erste Treffer nach einer Ecke: Micouds Hereingabe verwertete Klasnic und nutzte per Kopf die einzige schwache Szene des ansonsten starken Nürnberger Keepers Raphael Schäfer. Eine echte Augenweide war fünf Minuten später das zweite Bremer Tor, dass Schütze Micoud durch einen tollen Pass auf Vorlagengeber Klose selber vorbereitet hatte. Bei weiteren gute Chancen verpasste es der Franzose, das Spiel vorzeitig zu entscheiden, etwa bei einem Heber kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit. Verteidiger Schulz traf nach Vorlage von Frank Baumann.

Das Offensivspiel der Nürnberger fand lange Zeit nicht statt. Die erste gute Gelegenheit durch Markus Schroth entstand erst nach 58 Minuten. Nach dem verwandelten Strafstoß von Mintal, dem ein Foul von Valerien Ismael an Robert Vittek vorangegangen war, kamen die Gäste nur kurz auf, verloren letztlich aber völlig verdient.

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