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Bremer CL-Premiere im freien TV

Werder Bremen feiert Premiere. Erstmals können alle Nicht-Premiere-Besitzer den deutschen Fußballmeister in einem Champions-League-Spiel vor dem Fernseher beobachten. Sat.1 zeigt das Bremer Heimspiel gegen Anderlecht live (20.45 Uhr) aus dem Weserstadion.

dpa BREMEN. Werder Bremen feiert Premiere. Erstmals können alle Nicht-Premiere-Besitzer den deutschen Fußballmeister in einem Champions-League-Spiel vor dem Fernseher beobachten. Sat.1 zeigt das Bremer Heimspiel gegen Anderlecht live (20.45 Uhr) aus dem Weserstadion.

"Das ist sehr schön und keinesfalls eine Goodwill-Aktion des Senders. Die Champions League ist ein knallhartes Geschäft. Aber wir haben in den bisherigen drei Partien den deutschen Fußball gut vertreten und wollen das auch weiterhin tun", sagte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs.

An den ersten drei Spieltagen hatte der Privatsender den Meister nicht berücksichtigt. "Da waren wir schon verärgert", gab der frühere Nationalspieler zu. Er sprach beim Sender vor, setzte ihn aber nicht unter Druck. "Derjenige, der bezahlt, bestimmt auch, was gesendet wird", sagte Allofs zu der Sat.1-Entscheidung, auf Livebilder vom Rückspiel der beiden Rekordmeister Bayern München und Juventus Turin einen Tag später zu verzichten. Die Konstellation in der Bremer Gruppe ist spannend. Die Bremer können mit einem Sieg gegen den belgischen Rekordchampion die Tür zum Achtelfinale weit aufstoßen.

Angst vor einer niedrigen TV-Quote hat Allofs nicht. "Bayern-Spiele im Fernsehen sind ein Selbstläufer. Doch das ist Vergangenheit. So etwas aufzubauen, das ist ein langer Prozess und wir sind erst am Anfang", erklärte der Bremer Sportdirektor mit Hinweis auf den hohen Unterhaltungswert der bisherigen Bremer Champions-League-Auftritte. Der 5:3-Sieg der Bremer über Anderlecht von 1993 wird zu den "Wundern an der Weser" gezählt. Vor elf Jahren holten die Hanseaten gegen die Belgier einen 0:3-Rückstand auf.

Diesmal ist wie beim 2:1-Sieg im Hinspiel vor zwei Wochen in Brüssel ein erneuter Kraftakt nötig. Trainer Thomas Schaaf versuchte mit "Zuckerbrot ohne Peitsche" seine Profis auf die Partie gegen den in der Gruppe G sieg- und punktlosen RSC Anderlecht einzustimmen. "Ich bin wahnsinnig stolz auf diese Mannschaft. Was sie seit Saisonbeginn leistet, ist phänomenal. Wie sie die Ausfälle wegsteckt, wie sie darauf reagiert, dass wir praktisch die Startformation vor jedem Spiel neu auswürfeln müssen, davor ziehe ich den Hut", sagte der Werder-Coach.

Auch diesmal muss Schaaf Änderungen vornehmen. Frank Fahrenhorst und der Finne Petri Pasanen, der wegen des Todes seiner Mutter wieder abgereist ist, stehen nicht zur Verfügung. Das Mitwirken von Angelos Charisteas und Tim Borowski ist sehr fraglich. Dafür kann der in der Bundesliga gesperrte Ludovic Magnin eingesetzt werden. Auch Ümit Davala und Daniel Jensen zählen zum Kader. "Nach ihrer langen Zwangspause sind sie aber nicht zu 100 Prozent fit", sagte Allofs.

Die Belgier kommen ebenfalls mit Personalproblemen nach Bremen. Stürmer Mbo Mpenza ist verletzt. Wahrscheinlich wird Aruna die einzige Spitze im Team von Trainer Hugo Broos bilden. Die RSC- Generalprobe verlief mit 2:2 beim KSC Lokeren in der Meisterschaft enttäuschend. Torhüter Tristan Peersman leistete sich mehrere Patzer, so dass der Rückstand auf Tabellenführer FC Brügge auf vier Punkte angewachsen ist.

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