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Bremer Freude auf Ailton-Rückkehr

Bremen (dpa) - Der «verlorene Sohn» kehrt zurück und alle freuen sich darauf. Stürmerstar Ailton steht zum Auftakt der 42. Bundesliga-Saison beim Schlagerspiel SV Werder Bremen - FC Schalke 04 im Weserstadion im Blickpunkt des Interesses.

Bremen (dpa) - Der «verlorene Sohn» kehrt zurück und alle freuen sich darauf. Stürmerstar Ailton steht zum Auftakt der 42. Bundesliga-Saison beim Schlagerspiel SV Werder Bremen - FC Schalke 04 im Weserstadion im Blickpunkt des Interesses.

«Es ist schon etwas Besonderes für mich, jetzt auf der anderen Seite zu stehen. Ich hoffe, die Fans empfangen mich freundlich, obwohl sie wissen, dass ich Tore gegen ihre Mannschaft schießen will», sagte der Ex-Bremer und neue Schalker Hoffnungsträger vor dem Auftritt an der alten Wirkungsstätte.

Die Werder-Anhänger sehen dem Vergleich mit gemischten Gefühlen entgegen. Denn auf der einen Seite haben sie die 28 Ailton-Tore, die maßgeblich zum Gewinn des Doubles führten, nicht vergessen. Zum anderen will der Meister die Saison unbedingt mit einem Sieg beginnen - da ist für Sentimentalitäten kein Platz. «Wir müssen uns gegenüber dem Ligapokal-Finale erheblich steigern», fordert Trainer Thomas Schaaf. Er weiß, dass seine Mannschaft in der neuen Spielzeit besonders unter Druck steht und von allen Konkurrenten gejagt wird.

Bei der Besetzung des Angriffs hat Schaaf ein Luxus-Problem. Vier Top-Stürmer bewerben sich um zwei Plätze. Der zuletzt überragende Ivan Klasnic ist gesetzt, der Fünf-Millionen-Euro-Zugang Miroslav Klose, Europameister Angelos Charisteas und Nelson Valdez haben ihre Ansprüche angemeldet. Das Duo Klasnic/Klose scheint zum Auftakt die besten Karten zu haben. In der Abwehr, die in den Testspielen gegen Basel, Lyon und im Ligapokal gegen die Bayern jeweils drei Gegentore kassierte, muss sich der Bochumer Zugang Frank Fahrenhorst bewähren.

Im Schalker Team kehren neben Ailton auch Verteidiger Mladen Krstajic und Torwart Frank Rost an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Die gelungenen UI-Cup-Auftritte haben den «Knappen» Mut gemacht. Zudem will Rost beweisen, dass er vor zwei Jahren zu einem besseren Club gewechselt ist. «Das Spiel in Bremen ist für uns ein Auftakt nach Maß», meinte Schalke-Coach Jupp Heynckes. Und: «Werder ist Favorit und hat mit exzellentem Fußball in überragender Manier zwei Titel geholt. Wir fahren mit gedämpftem Optimismus an die Weser.» Bis auf Ebbe Sand (Virus-Infektion) und den Brasilianer Marcelo Bordon (Trainingsrückstand) können die «Königsblauen» in stärkster Besetzung antreten. Werders Neu-Brasilianer Gustavo Nery ist auch nicht dabei.

Die Auftakt-Partie gilt gleich als Richtung weisend für die Saison. «So weiß jeder bei uns schon am ersten Spieltag, worum es geht. Zumal wir nach vier Jahren zum ersten Mal wieder im Weserstadion starten», freute sich Werder-Trainer Schaaf. Der Meister rechnet mit einem ausverkauften Haus und 42 500 Zuschauern.

Die Liga-Ouvertüre lockt zahlreiche Fußball-Prominenz an. Der neue Nationalmannschafts-Trainerstab mit «Chef» Jürgen Klinsmann, Teammanager Oliver Bierhoff und Assistenz-Coach Joachim Löw hat sich ebenso angekündigt wie die DFL-Führung mit Präsident Werner Hackmann und Geschäftsführer Wilfried Straub. Ehrengast ist Otto Rehhagel. Der frühere Werder - und aktuelle griechische Europameister-Trainer dürfte neben Ailton den meisten Beifall bei der Begrüßung erhalten.

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