Bremer sehen sich nicht als erste "Bayern-Jäger"
Werders Angst vor der Länderspiel-Pause

Die zweiwöchige Bundesliga-Pause macht Werder Bremens Coach Thomas Schaaf Angst, für seinen Rostocker Kollegen Armin Veh kommt sie gerade recht.

HB/dpa BREMEN . "Die Hälfte der Mannschaft ist im Länderspiel-Einsatz und erst am Donnerstag vor dem Hannover-Spiel wieder da. Man weiß nie, ob alle gesund zurückkommen", befürchtet Schaaf, dass der gefundene Spiel-Rhythmus des Tabellendritten verloren gehen könnte. Sein Rostocker Kollege Veh konnte nach dem glücklichen 0:0 am Sonntagabend gar nichts die gute Laune verderben: "Bei uns sind ja nur zwei unterwegs. Wir können in Ruhe regenerieren, und dann kann Bayern kommen".

Das hört man gern in Bremen, denn dem Rekordmeister wollen die Hanseaten still und heimlich auf den Fersen bleiben, auch wenn sie den Titel "Bayern-Jäger" weit von sich weisen. "Der dritte Platz interessiert mich zurzeit gar nicht", meinte Klaus Allofs. Der Sportdirektor freut sich zwar über die vermehrten Tantiemen aus dem TV-Topf, die sich nach dem Tabellenplatz richten. Er warnte aber zugleich: "Es ist doch ganz klar, natürlich wollen wir uns da oben festsetzen. Aber damit müssen wir auch intern umgehen können."

Auch nach zuletzt 19 Toren in den vergangenen vier Pflichtspielen in der Bundesliga und im UEFA-Pokal tritt Allofs weiter auf die Euphoriebremse. "Wir haben eine tolle Mannschaft zusammen, die Spielfreude ausstrahlt, aber die Saison hat gerade erst begonnen." So warten die Norddeutschen auf die UEFA-Cup-Auslosung am Dienstag und wollen nach dem Doppel-Heimspiel Anfang November gegen Dortmund und den FC Bayern eine erste sportliche Bilanz ziehen.

Einen Bundesliga-Rekord hat Hansa Rostock schon mit der ermauerten Nullnummer im Weserstadion aufgestellt: Die Ostdeutschen blieben im vierten Auswärtsspiel der Saison ohne Gegentor. Neben der gut postierten Viererkette verdankten sie den Punkt ihrem Keeper Mathias Schober, den sogar der Gegner hervorhob. "Ihm ist ein großes Lob zu zollen", so Schaaf. Doch in erster Linie waren die Beine der Bremer drei Tage nach dem 8:0-Schützenfest gegen Metalurg Donezk schwer, die Großchancen wurden nicht genutzt.

"Alles was gegen Donezk im Tor war, ging dieses Mal daneben", bilanzierte Allofs. Und so hat die Nicht-Nominierung des neuen Regisseurs Johan Micoud für die französische Nationalmannschaft auch ihr Gutes: "Ich bin ganz froh darüber, der soll sich lieber ausruhen." Denn mit ihrem neuen Spielgestalter ist Werder bisher ungeschlagen.

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